Die BZfE-Ernährungspyramide wurde 2024 an die neuen lebensmittelbezogenen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angepasst. Gesundheit und Umwelt werden nun stärker gemeinsam berücksichtigt.
Die Grundidee bleibt: Lebensmittelgruppen und Ampelfarben geben eine alltagstaugliche Orientierung, die eigene Hand dient als Portionsmaß. Das Modell richtet sich an gesunde Erwachsene mit einer Mischkost. Individuelle Erkrankungen, Allergien oder besondere Lebensphasen können andere Empfehlungen erfordern.
Die wichtigsten Änderungen
- Obst und Gemüse werden mit einem gemeinsamen Symbol dargestellt.
- Milch und Milchprodukte belegen zwei statt bisher drei Bausteine.
- Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch, Wurst und Ei teilen sich einen neuen Baustein.
- Nüsse und Saaten erhalten einen eigenen Baustein.
- Öle und Fette wechseln von Rot zu Gelb: Sie sind wichtig, aber wegen ihrer hohen Energiedichte nicht unbegrenzt empfohlen.
- Nur Extras wie Süßigkeiten, Süßgetränke und salz- oder fettreiche Snacks bleiben Rot.
Warum Hülsenfrüchte und Fleisch ein Symbol teilen
Die DGE formuliert für diese Lebensmittel Wochenempfehlungen, die Pyramide bildet dagegen einen Tag ab. Deshalb fasst ein Tagesbaustein Hülsenfrüchte und daraus hergestellte Produkte sowie Fleisch, Fisch, Wurst und Ei zusammen. Die Fleischscheibe und die Bohnenhülse sind Stellvertreter; Fisch und Ei gehören dazu, obwohl sie nicht abgebildet sind.
Über eine Woche können sieben Portionen beispielsweise aus zwei Portionen Hülsenfrüchten, einer Portion Fleisch, einer Portion Wurst, zwei Portionen Fisch und einem Ei bestehen. Diese Aufteilung ist ein Beispiel, kein starrer Wochenplan. Die Kernbotschaft lautet: häufiger pflanzliche Proteinquellen und insgesamt weniger Fleisch.
Welche Mengen nennt die DGE?
Die DGE empfiehlt mindestens einmal pro Woche Hülsenfrüchte und täglich eine kleine Handvoll Nüsse. Wer Fleisch und Wurst isst, sollte insgesamt nicht mehr als 300 Gramm pro Woche verzehren. Fisch ist weiterhin mit ein bis zwei Portionen pro Woche vorgesehen.
Die stärkere Pflanzenorientierung soll Nährstoffversorgung, Krankheitsprävention und Umweltwirkung zusammenführen. Einen weitergehenden Ansatz beschreibt die „Planetary Health Diet: Gesundheit und Umwelt gemeinsam denken“.
Einen internationalen Vergleich bietet US-Ernährungsempfehlungen 2025–2030: Was die DGE kritisiert.
Aktuelle Details und Praxisbeispiele stehen in den FAQ des BZfE zur Ernährungspyramide.
Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor / KI

