Hawaii-Salz ist ein Meersalz, das durch zugesetzte färbende Zutaten rot, grün oder schwarz erscheint.

Der Name Hawaii-Salz bezeichnet verschiedene farbige Meersalzmischungen. Herkunft, Zutaten und Körnung können sich je nach Produkt unterscheiden. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Herkunftsangabe und die Zutatenliste.
Wie entstehen die Farben?
- Rotes Hawaii-Salz (Alaea-Salz) wird mit roter, eisenoxidhaltiger Tonerde vermischt. Sie sorgt vor allem für Farbe; ein besonderer gesundheitlicher Vorteil gegenüber anderem Speisesalz ist daraus nicht abzuleiten.
- Grünes Hawaii-Salz erhält seine Farbe meist durch Bambusblätter- oder Bambusextrakt. Wie intensiv Farbe und Aroma ausfallen, hängt vom jeweiligen Produkt ab.
- Schwarzes Hawaii-Salz, häufig „Black Lava Salz“ genannt, enthält meist Pflanzenkohle beziehungsweise Aktivkohle als färbende Zutat. Die schwarze Farbe stammt nicht aus Vulkanasche. Mehr zum Einordnen solcher Werbeversprechen erklärt „Aktivkohle: Wundermittel oder sinnloser Trend?“.
Grundsätzlich schmecken die Mischungen salzig. Körnung, Restfeuchte und zugesetzte Zutaten können Textur, Farbe und eine leichte eigene Note beeinflussen. Beschreibungen wie „erdig“, „nussig“ oder „süßlich“ bleiben jedoch subjektiv.
Verwendung und Lagerung
Farbige Salze eignen sich vor allem als sparsam dosiertes Finish auf Gemüse, Fisch, Eierspeisen oder Salaten. Am besten werden sie erst kurz vor dem Servieren aufgestreut, damit Farbe und Kristallstruktur sichtbar bleiben. Feuchte oder grobe Mischungen sind nicht für jede Salzmühle geeignet.
Das Salz dicht verschlossen, trocken, dunkel und frei von Fremdgerüchen lagern. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei feuchten, verklumpten oder auffällig riechenden Mischungen sollte das Produkt geprüft und gegebenenfalls entsorgt werden.
Ernährungsphysiologisch bleibt es Salz
Auch Hawaii-Salz besteht überwiegend aus Natriumchlorid und ist nicht gesünder als herkömmliches Meer- oder Steinsalz. Natürlicherweise enthält Meersalz nur wenig Jod; zur Jodversorgung trägt es nur bei, wenn es ausdrücklich als jodiert gekennzeichnet ist. Einen Vergleich bietet „Ist Meersalz gesünder als Steinsalz?“.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Orientierungswert von bis zu sechs Gramm Speisesalz pro Tag. Dazu zählt auch Salz aus Brot, Käse, Wurst, Fertiggerichten und anderen verarbeiteten Lebensmitteln.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / food-monitor
Rezept: Gebratener Lachs mit grünem Spargel und rotem Hawaii-Salz

Knusprig gebratener, vollständig durchgegarter Lachs trifft auf grünen Spargel, Zitronen-Couscous und einen sparsamen Farbakzent aus rotem Hawaii-Salz.
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Couscous
- 300 ml natriumarme Gemüsebrühe
- 1 Bio-Zitrone
- 2 EL Olivenöl
- 500 g grüner Spargel
- 4 Lachsfilets mit Haut, je etwa 150 g
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 2 EL gehackte glatte Petersilie
- 1 EL Butter
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- höchstens 1 TL rotes Hawaii-Salz (Alaea-Salz)
Zubereitung
- Couscous in eine Schüssel geben. Gemüsebrühe aufkochen, darüber gießen und zugedeckt etwa 8 Minuten quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern. Zitrone heiß waschen, die Schale fein abreiben und eine Hälfte auspressen. Couscous mit 1 EL Olivenöl, Zitronenabrieb, etwas Zitronensaft und Petersilie vermengen.
- Spargel waschen, die holzigen Enden abschneiden und die Stangen je nach Dicke längs halbieren. Knoblauch schälen und fein hacken.
- 1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Spargel bei mittlerer bis hoher Hitze 6 bis 8 Minuten braten und gelegentlich wenden. Knoblauch und Butter zugeben, kurz mitschwenken und mit Pfeffer würzen. Warm halten.
- Lachs bis zur Zubereitung gut gekühlt aufbewahren. Filets trocken tupfen; danach Hände, Brett und Messer gründlich reinigen. Eine zweite Pfanne erhitzen. Lachs mit der Hautseite nach unten bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten braten, wenden und abhängig von der Dicke weitergaren, bis das Fleisch auch im Kern vollständig und gleichmäßig erhitzt ist. Für besonders schutzbedürftige Personen sollte es an der dicksten Stelle mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.
- Couscous auf vier Teller verteilen. Spargel und Lachs darauf anrichten. Mit etwas Zitronensaft beträufeln und erst unmittelbar vor dem Servieren sehr sparsam mit rotem Hawaii-Salz bestreuen.
Serviervorschlag
Dazu passt ein grüner Blattsalat mit Zitronen-Olivenöl-Vinaigrette.
Hinweis zu Allergenen und Lebensmittelsicherheit: Das Gericht enthält Fisch, Gluten aus Couscous und Milch aus Butter; Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten. Lachs durchgehend kühlen, Kreuzkontamination vermeiden und vollständig durcherhitzen. Das farbige Salz nur sparsam verwenden.
Rezept: food-monitor / KI
