Wildschweinfleisch unbesorgt essen: Afrikanische Schweinepest für Menschen unbedenklich

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Afrikanische Schweinepest: Was beim Verzehr von Wildschweinfleisch gilt

Wildschweinfleisch
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Wildschweinfleisch hat einen kräftigen, je nach Alter und Teilstück unterschiedlichen Geschmack. Es liefert Eiweiß sowie unter anderem Eisen, Zink und Selen. Wie fettarm es ist, hängt jedoch vom Tier und vom verwendeten Teilstück ab; pauschale Nährwertangaben sind deshalb wenig aussagekräftig.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere Viruserkrankung von Haus- und Wildschweinen. Für Menschen ist das Virus nicht ansteckend. In Deutschland wurde die Tierseuche 2020 erstmals bei einem Wildschwein festgestellt; seitdem hat es regional weitere Fälle gegeben. Weil sich die Lage ändern kann, veröffentlicht das Friedrich-Loeffler-Institut aktuelle Informationen zur ASP.

Ist Wildschweinfleisch trotz ASP sicher?

Das ASP-Virus ist nicht auf Menschen übertragbar. Auch der Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, stellt nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung kein gesundheitliches Risiko durch ASP dar.

Davon zu unterscheiden sind andere mögliche Krankheitserreger in Wildschweinfleisch, etwa Hepatitis-E-Viren, Trichinellen oder bestimmte Bakterien. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb konsequente Küchenhygiene und vollständiges Durchgaren. Das Fleisch sollte an allen Stellen mindestens zwei Minuten lang 70 Grad Celsius oder mehr erreichen.

Darauf sollten Verbraucher achten

  • Wildschweinfleisch nur aus verlässlicher, kontrollierter Herkunft kaufen.
  • Die Kühlkette einhalten und rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten.
  • Hände, Messer, Bretter und Arbeitsflächen nach Kontakt mit rohem Fleisch gründlich reinigen.
  • Wildschweinfleisch vollständig durchgaren; rohes oder nur kurz erhitztes Fleisch ist nicht empfehlenswert.
  • Lebensmittelreste in geschlossenen Behältern so entsorgen, dass Wildschweine sie nicht erreichen können.

Weitere Hinweise zu Nährwerten und möglichen Belastungen bietet der Beitrag „Wildfleisch: regional und proteinreich – auch schadstofffrei?“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Wildschweinragout mit Kartoffelpüree

Durchgegartes Wildschweinragout mit Möhren, Perlzwiebeln und Kartoffelpüree
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 600 g Wildschweingulasch aus kontrollierter Herkunft
  • 200 g kleine Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200 ml trockener Rotwein
  • 400 ml Wildfond oder Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 800 g mehligkochende Kartoffeln
  • 150 ml Milch
  • 30 g Butter
  • 2 EL gehackte glatte Petersilie

Zubereitung

  1. Das Wildschweingulasch mit Küchenpapier trocken tupfen. Zwiebeln schälen. Möhren schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden.
  2. Das Rapsöl in einem Schmortopf kräftig erhitzen. Das Fleisch portionsweise rundherum jeweils 4 bis 5 Minuten anbraten, herausnehmen und beiseitestellen.
  3. Zwiebeln und Möhren im Bratfett 5 Minuten anrösten. Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Mit Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit 3 Minuten einkochen lassen.
  4. Fond, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren zugeben. Das Fleisch wieder in den Topf geben, alles aufkochen und zugedeckt bei niedriger Hitze 90 bis 120 Minuten schmoren, bis das Fleisch vollständig durchgegart und zart ist. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser ergänzen.
  5. Etwa 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser 20 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.
  6. Milch und Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles fein stampfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren aus dem Ragout entfernen. Die Soße offen bei mittlerer Hitze nach Bedarf 5 bis 10 Minuten einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie bestreuen.

Serviervorschlag: Das heiße, vollständig durchgegarte Ragout mit dem Kartoffelpüree auf vier Tellern anrichten.

Rezept: food-monitor / KI