Was ist Sommerportulak?

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Sommerportulak ist ein saftiges Blattgemüse mit frisch-säuerlichem, leicht nussigem Geschmack.

Sommerportulak mit fleischigen grünen Blättern
Foto: ulinne, Pixabay

Sommerportulak (Portulaca oleracea) gehört zu den Portulakgewächsen. Seine fleischigen Blätter und jungen Stängel speichern viel Wasser und sind essbar. Mit zunehmendem Alter und nach der Blüte können sie fester und bitterer werden.

Wie schmeckt Sommerportulak?

Junge Blätter schmecken saftig, mild säuerlich und leicht nussig. Roh passen sie zu Salaten, Kräuterquark, Dips und belegtem Brot. Kurz gedünstet oder in der Pfanne geschwenkt lässt sich Portulak ähnlich wie Spinat verwenden. Langes Garen nimmt ihm die frische Textur.

Welche Nährstoffe enthält Portulak?

Sommerportulak liefert unter anderem Vitamin C und Alpha-Tocopherol, eine Form von Vitamin E. Alpha-Tocopherol ist keine Vorstufe, sondern selbst biologisch wirksames Vitamin E. Außerdem enthält Portulak Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Wie viel davon tatsächlich aufgenommen wird, hängt von Sorte, Anbau, Frische und verzehrter Menge ab; Portulak ersetzt keine ausgewogene Fettzufuhr.

Die Verbraucherzentrale Bayern hebt den im Vergleich zu vielen grünen Blattgemüsen bemerkenswerten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren hervor.

Nicht mit Winterportulak verwechseln

Winterportulak (Claytonia perfoliata) gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie. Er hat dünnere, tellerförmig wirkende Blätter, ist botanisch nicht eng mit Sommerportulak verwandt und wird dennoch ähnlich verwendet. Mehr dazu steht in „Winterportulak genießen“.

Einkauf, Ernte und Lagerung

Sommerportulak ist saisonal als Bundware, Topfpflanze oder Saatgut erhältlich. Frische Blätter wirken prall und unverletzt. Sie sollten möglichst bald verbraucht und bis dahin locker verpackt im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Vor dem Essen gründlich unter fließendem Wasser waschen.

Wild gesammelte Pflanzen dürfen nur verwendet werden, wenn sie sicher bestimmt sind und an unbelasteten Standorten wachsen. Warum Artenkenntnis bei Wildpflanzen wichtig ist, zeigt auch „Die Wilde Möhre in der Küche: Geschmacksknospen wecken“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern, www.verbraucherzentrale.bayern / food-monitor



Rezept: Kartoffelsalat mit Sommerportulak und Radieschen

Kartoffelsalat mit Sommerportulak, Radieschen und roten Zwiebeln
Foto: food-monitor / KI

Dieser lauwarme Kartoffelsalat kombiniert festkochende Kartoffeln mit Radieschen, roter Zwiebel und frischem Sommerportulak. Der Portulak wird erst kurz vor dem Servieren untergehoben.

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 150 g Sommerportulak
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL gehackter Schnittlauch

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln gründlich waschen und in Wasser je nach Größe 20 bis 25 Minuten garen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.
  2. Für das Dressing heiße Gemüsebrühe, Apfelessig, Rapsöl, Senf und Honig verrühren. Mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Die Kartoffelscheiben in eine große Schüssel geben, das Dressing darüber verteilen und vorsichtig vermengen. 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Radieschen putzen und mit Sommerportulak sowie Schnittlauch gründlich waschen. Radieschen in feine Scheiben, Zwiebel in sehr feine Streifen schneiden. Portulak gut abtropfen lassen.
  5. Radieschen, Zwiebel und Schnittlauch unter die Kartoffeln heben. Sommerportulak erst unmittelbar vor dem Servieren locker untermischen.

Serviervorschlag: Der Salat passt zu gebratenem Fisch oder Grillgemüse und schmeckt auch als leichtes Abendessen.

Hinweis zu Allergenen und Lebensmittelsicherheit: Das Rezept enthält Senf; Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten. Honig ist für Säuglinge unter zwölf Monaten nicht geeignet. Reste zügig abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren.

Rezept: food-monitor / KI