Regelmäßige Angebote, ein offener Becher und gute Vorbilder helfen Kindern, Wasser als selbstverständliches Getränk kennenzulernen.

Mit der Beikost können Babys kleine Mengen Wasser aus einem offenen Becher kennenlernen. Spätestens mit dem Übergang zur Familienkost werden zusätzliche Getränke wichtiger. Wie viel ein Kind braucht, hängt unter anderem von Alter, Ernährung, Bewegung, Temperatur und Gesundheit ab. Der Beitrag „Was und wie viel sollen Kleinkinder trinken?“ ordnet die Mengenempfehlungen genauer ein.
Wasser ist die erste Wahl
Leitungs- oder Mineralwasser eignet sich als Standardgetränk. Ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind ebenfalls möglich, sollten Wasser aber nicht dauerhaft vollständig ersetzen. Die Teesorten sollten wechseln. Limonaden, Eistees, Fruchtsäfte und Saftschorlen enthalten Zucker, erhöhen bei häufigem Konsum das Kariesrisiko bei Kinderzähnen und sind zum regelmäßigen Durstlöschen nicht empfohlen. Koffeinhaltige Getränke und Energydrinks sind für kleine Kinder ungeeignet. Warum auch gefrorene Trendgetränke problematisch sein können, erklärt Slush-Ice für Kinder: Risiko durch Glycerin (E 422).
Wasser mit Gurken-, Zitronen- oder anderen Obstscheiben kann optisch ansprechend sein. Entscheidend ist jedoch, dass Kinder auch pures Wasser kennenlernen und süßer Geschmack nicht zur Voraussetzung für das Trinken wird.
Trinken wird durch Routine leichter
- Zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch Wasser anbieten.
- Das Getränk sichtbar und gut erreichbar bereitstellen.
- Einen kleinen, stabilen Becher verwenden und beim Trinken unterstützen.
- Selbst Wasser trinken: Die Vorbildfunktion der Eltern prägt die Gewohnheiten.
- Bei bisher süßen Getränken den Saftanteil schrittweise verringern.
Druck oder starre Trinkpläne sind meist nicht nötig. Hilfreicher ist ein regelmäßiges, unaufdringliches Angebot. Bei Hitze, viel Bewegung, Fieber, Erbrechen oder Durchfall kann der Flüssigkeitsbedarf steigen.
Warnzeichen ernst nehmen
Deutlich weniger oder sehr dunkler Urin, ein trockener Mund, ungewöhnliche Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit können auf Flüssigkeitsmangel hinweisen. Bei Säuglingen und Kleinkindern, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall sowie einem auffällig schlechten Allgemeinzustand sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Empfehlungen wurden anhand der Informationen des Netzwerks Gesund ins Leben fachlich eingeordnet.
Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Wort & Bild Verlag / food-monitor / KI
