Hering ist ein fettreicher Seefisch und liefert Protein, langkettige Omega-3-Fettsäuren und Jod. Matjes ist eine gereifte Heringsspezialität – mit je nach Produkt beachtlichem Salzgehalt.

Fischgerichte gehören traditionell zur christlichen Fastenzeit. Heute kann Hering auch unabhängig davon Abwechslung in eine pflanzenbetonte Ernährung bringen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche, möglichst aus nachhaltiger Herkunft.
Was Matjes von anderem Hering unterscheidet
Matjes wird aus geeigneten Heringen hergestellt, die in Salzlake durch fischeigene Enzyme reifen. Das macht das Fleisch besonders zart. „Matjes nordischer Art“ kann zusätzlich unter anderem Zucker, Gewürze, Säuerungsmittel und andere Zutaten enthalten. Ein Blick auf Verkehrsbezeichnung und Zutatenliste zeigt deshalb, welches Produkt vorliegt.
Matjes, Bismarckhering, Brathering und Heringssalate unterscheiden sich deutlich in Verarbeitung, Salz, Zucker und Fettzugaben. Die Nährwerttabelle ist für den Vergleich aussagekräftiger als die Bezeichnung allein. Der Beitrag Viele zu salzig: Matjes nordische Art im Geschmackstest zeigt, wie stark der Salzgehalt zwischen Produkten schwanken kann.
Nährstoffreich, aber nicht automatisch leicht
Hering liefert hochwertiges Protein sowie EPA und DHA. Als Seefisch trägt er außerdem zur Jodversorgung bei. Wie energiereich ein Gericht ist, hängt jedoch von Zubereitung und Beilagen ab. Sahnesoßen, Öl, Speck oder große Portionen Bratkartoffeln können den Energie- und Salzgehalt deutlich erhöhen.
Menschen mit Bluthochdruck oder einer ärztlich empfohlenen Salzbegrenzung sollten besonders auf die Kennzeichnung achten. Kleinere Portionen, Kartoffeln, Gemüse, Äpfel, Rote Bete oder Hülsenfrüchte eignen sich als ausgewogene Begleiter.
Nachhaltigkeit hängt vom Bestand ab
Hering verursacht im Vergleich zu Rindfleisch häufig geringere Treibhausgasemissionen. Daraus folgt aber nicht, dass jeder Heringskauf ökologisch unproblematisch ist. Fanggebiet, Bestandsentwicklung, Fangmethode und Beifang müssen berücksichtigt werden. Siegel und aktuelle Einkaufsratgeber können Orientierung bieten; Fanggebiet und Produktionsmethode stehen bei verpackter Ware auf dem Etikett.
Gekühlten Matjes rasch nach Hause bringen, Verbrauchsdatum und Lagerhinweise beachten und nach dem Öffnen zügig verbrauchen. Schwangere und andere Risikogruppen sollten bei nicht erhitzten Fischerzeugnissen die Empfehlungen zum Listerienschutz beachten.
Weitere Hintergrundinformationen bieten das BZfE zu Fisch und Meeresfrüchten sowie die DGE-Empfehlung zu Fisch.
Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Fisch-Informationszentrum (FIZ) / food-monitor
