Omega-3-Fettsäuren sind lebensnotwendig. Hoch dosierte Präparate sind für gesunde Menschen aber meist nicht erforderlich und können Risiken haben.

Welche Omega-3-Fettsäuren gibt es?
Alpha-Linolensäure (ALA) ist essenziell und muss über die Nahrung aufgenommen werden. Sie steckt beispielsweise in Lein-, Raps- und Walnussöl sowie in Leinsamen und Walnüssen. Der Körper kann ALA nur begrenzt in die langkettigen Fettsäuren EPA und DHA umwandeln. EPA und DHA kommen vor allem in fettreichem Fisch vor; DHA kann auch aus Mikroalgenöl gewonnen werden.
Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) benötigen gesunde Menschen, die regelmäßig Fisch essen, in der Regel keine zusätzlichen Omega-3-Präparate. Der individuelle Bedarf und die geeignete Quelle können bei fischfreier Ernährung, Schwangerschaft oder bestimmten Erkrankungen anders zu beurteilen sein.
Hohe Dosierungen sind nicht automatisch besser
Nahrungsergänzungsmittel werden anders als Arzneimittel vor dem Verkauf nicht behördlich auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft. Sehr hohe Mengen EPA und DHA wurden in Studien unter anderem mit erhöhten Cholesterinwerten, stärkerer Blutungsneigung und – besonders bei Menschen mit Herzerkrankungen oder entsprechenden Risiken – einem höheren Risiko für Vorhofflimmern in Verbindung gebracht. Das BfR rät diesen Personen, Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache einzunehmen. Das gilt besonders bei längerer Einnahme, hoher Dosierung oder gleichzeitig verwendeten gerinnungshemmenden Medikamenten.
Schwangerschaft ist ein Sonderfall
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren durchschnittlich 200 Milligramm DHA pro Tag. Wer nicht regelmäßig fettreichen Meeresfisch isst, soll DHA ergänzen. Auswahl und Dosierung sollten mit der betreuenden Ärztin, dem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft abgestimmt werden. Bei Algenprodukten ist außerdem auf die Produktzusammensetzung und mögliche Jodgehalte zu achten.
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Aktualisiert am 14. August 2026
Quellen: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE); Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), bfr.bund.de; Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), dge.de / food-monitor / KI
