Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wurden in Deutschland nach vorläufigen Angaben 1,7 Kilogramm frische und verarbeitete Süß- und Sauerkirschen pro Person verbraucht. Ernte- und Importzahlen beziehen sich im Folgenden ausdrücklich auf das Jahr 2025.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ernteten deutsche Obstbetriebe 2025 rund 37.300 Tonnen Süßkirschen und 9.800 Tonnen Sauerkirschen auf insgesamt rund 7.200 Hektar. Gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahr stieg die Ernte um 33 Prozent. Milderes Wetter während der Blüte und weniger Frost- beziehungsweise Hagelschäden begünstigten besonders die Süßkirschenernte. Fast die Hälfte stammte aus Baden-Württemberg; es folgten Rheinland-Pfalz und Bayern.
Saison und Herkunft 2025
Heimische Süßkirschen haben üblicherweise von Juni bis August Saison; Beginn und Dauer hängen von Region, Sorte und Witterung ab. 2025 wurden rund 15.600 Tonnen frische Süßkirschen aus Spanien eingeführt, gefolgt von Griechenland mit 7.200 Tonnen und Italien mit 1.900 Tonnen. Spanien löste damit die Türkei als Hauptlieferland ab, nachdem dort Spätfröste die Ernte belastet hatten.
Hauptlieferländer für verarbeitete Kirschen waren 2025 Polen mit 4.500 Tonnen, die Niederlande mit 3.400 Tonnen, Spanien mit 1.200 Tonnen und Italien mit 1.000 Tonnen. Solche Rangfolgen ändern sich von Jahr zu Jahr und sollten nicht als dauerhafte Herkunftsaussage gelesen werden.
Die zeitunabhängigen Unterschiede zwischen Süß- und Sauerkirschen, Sortengruppen und Anbau erklärt Süß- und Sauerkirschen: Sorten, Reife und Anbau.
Nährstoffe sachlich einordnen
Kirschen bestehen überwiegend aus Wasser und enthalten natürlich vorkommenden Zucker, Fruchtsäuren, Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Rote und dunkle Sorten enthalten Anthocyane. Eine dunklere Farbe kann innerhalb vergleichbarer Sorten auf mehr Farbstoffe hinweisen, erlaubt aber weder eine pauschale Gesundheitswirkung noch einen zuverlässigen Nährwertvergleich aller Kirschsorten.
Einkauf und Lagerung
Kirschen reifen nach der Ernte nicht weiter. Beim Einkauf auf pralle, unbeschädigte Früchte ohne Schimmel oder Saftaustritt achten. Ein glatter grüner Stiel ist ein mögliches, aber kein alleiniges Frischemerkmal.
Zuhause beschädigte Früchte aussortieren und die übrigen ungewaschen, locker und gekühlt lagern. Starre Zwei- bis Drei-Tage-Fristen sind nicht für jede Ausgangsqualität verlässlich; möglichst zeitnah verbrauchen und täglich kontrollieren. Erst kurz vor dem Verzehr unter fließendem Wasser waschen. Ob der Stiel vor oder nach dem Waschen entfernt wird, ist für die Sicherheit weniger wichtig als eine kurze Waschzeit, saubere Hände und das Vermeiden unnötiger Druckstellen.
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Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft und des Bundeszentrums für Ernährung. Datenstand 2024/2025 beziehungsweise Erntejahr 2025.
Quelle: ble.de
