Erbsensorten: Markerbsen, Palerbsen und Zuckerschoten

Erbsen (Pisum sativum) gehören zu den Hülsenfrüchten. Botanisch ist die längliche Frucht eine Hülse, keine Schote. Darin reifen die Samen, die als grüne oder getrocknete Erbsen gegessen werden.
Markerbsen
Markerbsen schmecken jung süß und bleiben beim Garen vergleichsweise zart. Die faserige Hülse wird nicht mitgegessen. Markerbsen gibt es frisch, tiefgekühlt und in Konserven. Frische junge Samen können in kleinen Mengen roh probiert werden; Tiefkühlware wird nach Packungsangabe erhitzt.
Palerbsen
Pal- oder Schälerbsen enthalten mehr Stärke und schmecken reif mehliger. Voll ausgereift werden sie als Trockenerbsen für Suppen, Eintöpfe und Püree verwendet. Getrocknete Erbsen müssen nach Packungsangabe vollständig garen.
Zuckererbsen
Zuckererbsen, Zuckerschoten oder Kaiserschoten bilden keine zähe Pergamentschicht in der jungen Hülse. Deshalb lässt sich die flache Hülse mit den noch kleinen Samen vollständig essen. Vor dem rohen Verzehr wird sie gründlich gewaschen; kurz gedünstet oder gebraten bleibt sie knackig.
Frische und Lagerung
Frische Hülsen sind grün, prall und frei von schmierigen oder fauligen Stellen. Im Gemüsefach bleiben sie meist ein bis zwei Tage frisch. Ausgelöste Erbsen werden rasch verarbeitet oder kurz blanchiert und eingefroren.
Erbsen liefern Eiweiß, Stärke, Ballaststoffe, Folat und verschiedene Mineralstoffe. Für eine pflanzenbetonte Ernährung lassen sie sich über den Tag mit Getreide, Kartoffeln, Nüssen oder Samen kombinieren. Einzelne sekundäre Pflanzenstoffe belegen keine cholesterinsenkende oder entzündungshemmende Wirkung einer Portion. Ergänzende Hinweise enthält „Erbsen: Hülsenfrüchte für Vorrat und schnelle Küche“.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Rüdiger Lobitz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor
Rezept: Erbsen-Graupen-Risotto mit Minze

Zutaten für 4 Portionen
- 300 g Perlgraupen
- 300 g ausgelöste frische Markerbsen oder tiefgekühlte Erbsen
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Rapsöl
- 900 ml Gemüsebrühe
- 50 g geriebener Hartkäse
- 1 EL Butter
- 1/2 Bund Minze
- 1 Bio-Zitrone
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
- Rapsöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten. Graupen einrühren und 1 Minute mitdünsten.
- Nach und nach die warme Brühe angießen. Die Graupen unter gelegentlichem Rühren bei kleiner bis mittlerer Hitze insgesamt etwa 30 Minuten garen, bis sie weich sind, aber noch leichten Biss haben.
- Frische Erbsen 8 Minuten, tiefgekühlte Erbsen 5 Minuten vor Ende der Garzeit unterrühren.
- Minze waschen, trocken schütteln und fein schneiden. Die Zitrone heiß waschen, die Schale fein abreiben und 1 EL Saft auspressen.
- Hartkäse, Butter, Minze, Zitronenabrieb und Zitronensaft unter die Graupen rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 2 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Serviervorschlag: Das Risotto sofort in vorgewärmten Schalen servieren und nach Wunsch mit einigen Minzblättchen garnieren.
Allergene: Enthält Gluten (Gerste), Milch und möglicherweise Sellerie in der Gemüsebrühe.
Rezept: food-monitor / KI
