Hojicha-Tee: gerösteter Grüntee mit mildem Aroma

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Hojicha ist gerösteter japanischer Grüntee

Die Röstung verleiht Hojicha seine braune Farbe und ein mildes, nussig-karamelliges Aroma. Der Tee enthält meist weniger Koffein als Matcha, ist aber nicht koffeinfrei.

Brauner Hojicha-Tee und geröstete Teeblätter
Foto: happylark / 123RF.com

Hojicha wird wie Matcha aus der Teepflanze Camellia sinensis hergestellt. Als Ausgangsmaterial dienen häufig gröbere Blätter und Blattstiele, etwa aus Bancha oder Kukicha. Nach der üblichen Grünteeverarbeitung wird der Tee kräftig geröstet.

Warum ist Hojicha braun?

Beim Rösten entstehen neue Aromastoffe und die grüne Blattfarbe verändert sich. Je nach Röstgrad schmeckt Hojicha nussig, karamellig, malzig oder leicht rauchig. „Schokoladig“ und „kaffeeartig“ sind sensorische Beschreibungen, keine zugesetzten Zutaten.

Wie viel Koffein enthält Hojicha?

Hojicha enthält üblicherweise weniger Koffein als Matcha. Der Wert ist jedoch nicht einheitlich: Er hängt unter anderem von Blattmaterial, Ernte, Produkt, Dosierung, Wassertemperatur und Ziehzeit ab. Hojicha ist daher weder koffeinfrei noch automatisch für jeden besser verträglich. Koffeinempfindliche Menschen sollten zunächst eine kleine Portion wählen.

Blatttee oder Hojicha-Pulver?

Bei Blatt-Hojicha werden die Blätter mit heißem Wasser aufgegossen und anschließend entfernt. Hojicha-Pulver wird vollständig mitgetrunken und eignet sich besonders für Latte-Getränke, Desserts und Gebäck. Deshalb ist eine sparsame Dosierung nach Packungsangabe sinnvoll. Tee trocken, kühl, dunkel und gut verschlossen lagern.

Was ist von „Detox“-Versprechen zu halten?

Werbung in sozialen Netzwerken schreibt Hojicha mitunter eine entgiftende oder besondere stoffwechselsteigernde Wirkung zu. Solche Aussagen sind wissenschaftlich nicht belegt. Polyphenole und andere Pflanzenstoffe machen aus Hojicha kein Heilmittel. Entscheidend bleibt ein maßvoller Genuss im Rahmen einer insgesamt ausgewogenen Ernährung.

Die Unterschiede zu Matcha erklärt ausführlich Hojicha und Matcha: Unterschiede, Koffein und Zubereitung.

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / food-monitor



Rezept: Hojicha-Milchreis mit karamellisierten Äpfeln

Hojicha-Milchreis mit karamellisierten Apfelwürfeln und Sesam
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 200 g Milchreis
  • 800 ml Milch
  • 2 TL Hojicha-Pulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 20 g Butter
  • 30 g brauner Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL helle Sesamsamen

Zubereitung

  1. Milch mit Salz in einem Topf erhitzen. Hojicha-Pulver mit 3 EL der warmen Milch glatt rühren und zurück in den Topf geben.
  2. Milchreis einrühren, kurz aufkochen und zugedeckt bei sehr niedriger Hitze 30 Minuten quellen lassen. Dabei alle 5 Minuten umrühren, damit nichts ansetzt. Anschließend 10 Minuten neben dem Herd ruhen lassen.
  3. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Butter in einer Pfanne schmelzen, Apfelwürfel und braunen Zucker zugeben und bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten karamellisieren. Zitronensaft unterrühren.
  4. Sesam in einer trockenen Pfanne 2 bis 3 Minuten goldgelb rösten.
  5. Milchreis in Schalen füllen, karamellisierte Äpfel darauf verteilen und mit Sesam bestreuen.

Serviervorschlag: Warm servieren; gekühlt wird der Milchreis fester und eignet sich auch als Dessert.

Allergenhinweis: Das Rezept enthält Milch und Sesam. Hojicha enthält Koffein; die Menge schwankt je nach Produkt und Dosierung.

Rezept: food-monitor / KI