Ideal für Fastenwillige: gehaltvolle Schwarzwurzeln

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Schwarzwurzeln, auch „Winterspargel“ oder – etwas despektierlich – als „Spargel des kleinen Mannes“ bezeichnet, haben noch bis April Saison; also just, bis die richtige Spargelsaison losgeht, zumindest die heimische Ernte.

Schwarzwurzel
Foto: Wikimedia

Leider hat dieses gehaltvolle Wintergemüse nur eine kleine Fangemeinde. Deshalb muss man schon ein wenig Glück haben, es im gut sortierten Fachhandel oder auf Wochenmärkten zu bekommen. Zugegeben, die bis zu 30 Zentimeter langen Pfahlwurzeln machen in der Auslage optisch keine gute Figur und sind in der Küche nicht ganz pflegeleicht. Der beim Anschneiden austretende milchige Saft verfärbt sich beim Antrocknen schwarz und hinterlässt klebrige Spuren. Zudem oxidieren die Stangen rasch und verfärben sich.

Das sollte aber kein Problem darstellen: Am besten trägt man beim Putzen und Schälen Einweghandschuhe und legt die geschrubbten Stangen sofort in Zitronen- oder Essigwasser, dann bleiben sie schön hell. Der Aufwand lohnt sich allemal. Nicht zu lange gedünstet, behält das Gemüse seinen Biss und schmeckt wunderbar nussig. Üblicherweise werden Schwarzwurzeln als Kochgemüse zubereitet, sie lassen sich aber auch als Salat genießen: In dünne Streifen gehobelt, auf drei bis fünf Zentimeter lange Stückchen gekürzt, sodann höchstens fünf Minuten blanchiert, harmonieren sie gut mit Nüssen, Äpfeln, Möhren sowie Feld- und Blattsalat.

Schwarzwurzeln punkten zudem mit inneren Werten, denn sie bieten eine hohe Nährstoffdichte. Sie haben den höchsten Vitamin-E-Gehalt unter den Gemüsearten, enthalten ferner Vitamin B1 sowie Eisen, Magnesium und Kalium in nennenswerten Mengen. Das – wie im Spargel – enthaltene Asparagin regt die Arbeit der Nieren an und entwässert. Mit 18 Kilokalorien pro 100 Gramm weisen sie genauso wenig Energie auf wie Spargel, haben dabei aber noch ein wenig mehr Ballaststoffe wie dieser. Summa summarum also ideal für Fastenwillige.

Frische Schwarzwurzeln sind fest und steif. Wenn ihnen noch etwas Erde anhaftet, halten sie sich länger frisch. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann man sie etwa eine Woche aufbewahren.

Quelle: Rüdiger Lobitz, BZfE



Rezept: Schwarzwurzel-Apfel-Salat mit Walnüssen

Warmer Salat mit Schwarzwurzeln, Apfel, Möhren, Feldsalat und Walnüssen
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 600 g Schwarzwurzeln
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 2 Möhren
  • 100 g Feldsalat
  • 60 g Walnusskerne
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig
  • 3 EL Walnussöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Eine Schüssel mit kaltem Wasser und dem Saft einer halben Zitrone vorbereiten. Schwarzwurzeln mit Handschuhen gründlich waschen, schälen und sofort in das Zitronenwasser legen.
  2. Schwarzwurzeln in 4 cm lange Stifte schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 8 bis 10 Minuten bissfest garen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.
  3. Möhren schälen und in dünne Streifen hobeln. Apfel vierteln, entkernen und in feine Spalten schneiden. Feldsalat putzen, waschen und trocken schleudern. Walnüsse in einer trockenen Pfanne 3 Minuten rösten.
  4. Von der übrigen Zitronenhälfte 1 EL Saft auspressen. Mit Apfelessig, Senf, Honig und Walnussöl verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Warme Schwarzwurzeln, Möhren, Apfel und Feldsalat vorsichtig mit dem Dressing mischen. Mit Walnüssen bestreuen.

Serviervorschlag: Lauwarm mit kräftigem Vollkornbrot servieren.

Rezept: food-monitor / KI