Pastinake und Petersilienwurzel sicher unterscheiden

Pastinaken und Petersilienwurzeln sind helle Wurzelgemüse für die Herbst- und Winterküche. Sie sehen sich ähnlich, unterscheiden sich aber deutlich im Aroma und botanischen Ursprung.
Form, Blattansatz und Duft
Pastinaken sind meist breiter und haben am oberen Ende einen eingesunkenen Blattansatz. Sie duften mild nach Möhre und schmecken süßlich-nussig. Petersilienwurzeln sind häufig schlanker, ihr Blattansatz wölbt sich eher nach außen. Geruch und Geschmack erinnern deutlich an Petersilie.
Die Pastinake (Pastinaca sativa) ist keine Kreuzung aus Möhre und Petersilie. Sie ist eine eigenständige Art aus der Familie der Doldenblütler. Petersilienwurzel ist eine Wurzelform der Petersilie (Petroselinum crispum).
Verwendung in der Küche
Pastinaken passen in Suppen, Püree, Ofengemüse, Eintöpfe und Rösti. Petersilienwurzel würzt Suppen und Brühen, schmeckt aber auch gedünstet, gebraten oder püriert. Beide lassen sich nach gründlichem Waschen und Schälen roh raspeln oder gegart verwenden.
Wie bei jedem Gemüse hängt der Nährstoffgehalt von Sorte, Anbau und Zubereitung ab. Pauschale Aussagen, die Wurzeln seien grundsätzlich gesünder oder bekömmlicher als andere Gemüsearten, sind nicht sinnvoll.
Einkauf und Lagerung
Feste, unbeschädigte Wurzeln ohne weiche oder schimmelige Stellen sind eine gute Wahl. Kleine Exemplare sind oft zarter, größere nicht automatisch minderwertig. Grün wird vor der Lagerung entfernt, damit die Wurzel weniger Feuchtigkeit verliert.
Ungewaschen bleiben die Wurzeln im Gemüsefach des Kühlschranks meist ein bis zwei Wochen frisch, am besten locker verpackt und vor Austrocknung geschützt. Angeschnittene Stücke kommen abgedeckt in den Kühlschrank und werden bald verbraucht. Zum Einfrieren können die geputzten Stücke kurz blanchiert werden. Weitere Winterwurzeln beschreibt „Schwarzwurzeln: nussiges Wintergemüse“.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) / food-monitor
Rezept: Pastinaken-Petersilienwurzel-Rösti mit Kräuterquark

Zutaten für 4 Portionen
- 400 g Pastinaken
- 300 g Petersilienwurzeln
- 300 g festkochende Kartoffeln
- 1 kleine Zwiebel
- 2 Eier (Größe M)
- 3 EL Speisestärke
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- 4 EL Rapsöl
- 250 g Magerquark
- 100 g Naturjoghurt
- 1 EL Zitronensaft
- 1/2 Bund Schnittlauch
- 1/2 Bund glatte Petersilie
Zubereitung
- Pastinaken, Petersilienwurzeln und Kartoffeln schälen und grob raspeln. Die Zwiebel fein reiben. Alles in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken.
- Die Gemüseraspel mit Eiern, Speisestärke, Muskat, 1 TL Salz und etwas Pfeffer gründlich vermengen.
- Den Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Jeweils 1 EL Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Pro Rösti etwa 2 gehäufte EL der Masse hineingeben, flach drücken und bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4 bis 5 Minuten goldbraun braten. Auf diese Weise etwa zwölf Rösti zubereiten und im Ofen warm halten.
- Für den Kräuterquark Magerquark, Joghurt und Zitronensaft glatt rühren. Schnittlauch und Petersilie fein schneiden und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Rösti kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und anschließend auf vier Teller verteilen.
Serviervorschlag: Pro Portion drei heiße Rösti mit einem großzügigen Klecks Kräuterquark servieren.
Allergene: Enthält Ei und Milch.
Rezept: food-monitor / KI
