Die Kichererbse – in rohem Zustand giftig

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Kichererbsen niemals roh essen

Getrocknete Kichererbsen
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Kichererbsen sind Hülsenfrüchte und liefern Eiweiß, Ballaststoffe sowie verschiedene Mineralstoffe. Sie passen zu Hummus, Eintöpfen, Currys, Salaten und Ofengerichten. Entscheidend ist die richtige Zubereitung: Getrocknete Kichererbsen dürfen nicht roh gegessen werden.

Einweichen, Wasser wegschütten, gründlich kochen

Rohe Kichererbsen enthalten Lektine und weitere schwer verträgliche Stoffe. Sie können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Getrocknete Kichererbsen werden nach Packungsangabe – häufig etwa zwölf Stunden – in reichlich Wasser eingeweicht. Das Einweichwasser wird weggegossen.

Anschließend kocht man die Hülsenfrüchte in frischem Wasser vollständig gar. Je nach Sorte und Alter dauert das häufig 60 bis 90 Minuten. Ein langsames Garen allein bei niedriger Temperatur ist ungeeignet; zu Beginn muss das Wasser sprudelnd kochen. Angaben auf der Verpackung haben Vorrang.

Konserven sind bereits gegart

Kichererbsen aus Dose oder Glas sind vorgekocht und nach dem Abspülen direkt verzehrfertig. Getrocknetes Kichererbsenmehl muss für Speisen ebenfalls ausreichend erhitzt werden. Traditionelle Falafel werden zwar oft aus eingeweichten, ungekochten Kichererbsen hergestellt, die Masse wird anschließend jedoch vollständig durchgegart.

Kichererbsen können anfangs Blähungen verursachen. Kleine Portionen und eine langsame Gewöhnung sind oft verträglicher. Gewürze verbessern vor allem den Geschmack; eine sichere Entgiftung ersetzen sie nicht. Weitere Hinweise bietet „Hülsenfrüchte: Die Eiweißlieferanten der Zukunft“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quellen: Verbraucherzentrale Bremen; Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / food-monitor



Rezept: Kichererbsen-Möhren-Taler mit Zitronenjoghurt

Goldbraune Kichererbsen-Möhren-Taler mit cremigem Zitronenjoghurt
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 480 g gegarte Kichererbsen (Abtropfgewicht)
  • 2 Möhren (etwa 200 g)
  • 80 g zarte Haferflocken
  • 1 Ei
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 2 EL Rapsöl
  • 300 g Naturjoghurt
  • 1 Bio-Zitrone
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen, gut abtropfen lassen und in einer Schüssel grob zerdrücken. Die Möhren schälen und fein raspeln. Den Knoblauch schälen und fein reiben.
  2. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Zwei Drittel davon mit Möhren, Haferflocken, Ei, Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver zu den Kichererbsen geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und kräftig vermengen. Die Masse 10 Minuten quellen lassen.
  3. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus der Masse mit feuchten Händen acht gleich große Taler formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Beidseitig dünn mit Rapsöl bestreichen.
  4. Die Taler auf der mittleren Schiene 25 Minuten backen und nach 15 Minuten vorsichtig wenden. Sie sind fertig, wenn beide Seiten goldbraun sind.
  5. Für den Dip die Zitrone heiß abwaschen, 1 TL Schale fein abreiben und 2 EL Saft auspressen. Joghurt, Zitronenschale, Zitronensaft und die übrige Petersilie verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die Kichererbsen-Möhren-Taler warm mit dem Zitronenjoghurt servieren.

Serviervorschlag: Dazu passt ein knackiger Blattsalat.

Allergene: Enthält Gluten (Hafer, sofern nicht glutenfrei gekennzeichnet), Ei und Milch.

Rezept: food-monitor / KI