Muskat in der Winterküche

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Muskat wärmt, schmeckt süßlich und leicht scharf.

Muskat
Foto: scym auf Pixabay

Vor allem im Winter ist Muskat ein beliebtes Gewürz. Sein süßlich-würziges bis leicht scharfes Aroma gibt nicht nur Adventsgebäck und Früchtepunsch eine besondere Note. Mit einer Prise Muskat bekommen alle Speisen mit Kartoffeln, Eiern und vielen Gemüsearten mehr Pfiff. Das Gewürz wird gerne in der mediterranen und orientalischen Küche verwendet und ist auch in der indischen Gewürzmischung Tandoori enthalten.

Die herbe Süße von Muskat harmoniert auch sehr gut mit Gemüsearten wie Blumenkohl, Kürbis, Kohlrabi, Spinat, Schwarzwurzel und Wirsing. Das Gewürz verfeinert cremige Suppen und Soßen wie die klassische Béchamelsoße, aber auch Gerichte mit Käse wie Gratin und Fondue. In der italienischen Weinschaumcreme Zabaione darf eine Prise Muskat ebenfalls nicht fehlen. Und in der Weihnachtsbäckerei wird Muskat häufig mit weiteren winterlichen Gewürzen wie Kardamom, Ingwer, Anis, Nelken und Zimt kombiniert. Da das Aroma sehr intensiv ist, sollte das Gewürz vorsichtig dosiert werden.

Muskat und Muskatblüte stammen beide vom Muskatnussbaum, der auf den indonesischen „Gewürzinseln“ (Molukken) beheimatet ist. Er bildet blassgelbe Blüten, aus denen sich aprikosenähnliche Früchte entwickeln. Im Inneren steckt ein bräunlicher, runzliger Kern (die „Muskatnuss“), der von einer schwarzen Samenschale umgeben ist. Auch der karminrote, netzartige Samenmantel, der die Schale umhüllt, wird als Gewürz verwendet. Diese sogenannte „Muskatblüte“ heißt korrekt Macis und ist etwas zarter und blumiger im Geschmack als die intensiv-würzige Muskatnuss.

Muskat kann den Magen beruhigen und die Verdauung anregen. In größeren Mengen (ab 5 Gramm bzw. eine kleine Nuss innerhalb weniger Stunden) führt das Gewürz jedoch zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Rauschzuständen. Üblicherweise werden aber deutlich geringere Mengen verwendet.

Im Handel sind Muskatnüsse und Muskatblüten ganz oder gemahlen erhältlich. Ganze Kerne entfalten frisch gerieben am besten ihr volles Aroma und sind einige Jahre haltbar, wenn sie trocken, dunkel und luftdicht verschlossen gelagert werden.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de



Rezept: Cremige Blumenkohl-Kartoffel-Suppe mit Muskat

Cremige Blumenkohl-Kartoffel-Suppe mit Muskat
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g Blumenkohl
  • 300 g mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Butter
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Kochsahne
  • 2 kräftige Prisen frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 4 Scheiben Bauernbrot

Zubereitung

  1. Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen. Etwa 150 g besonders kleine Röschen für die Einlage beiseitelegen. Die Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel fein würfeln.
  2. 20 g Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten. Kartoffeln und den übrigen Blumenkohl zugeben, mit der Gemüsebrühe auffüllen und zugedeckt 18 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.
  3. Währenddessen die restliche Butter in einer Pfanne erhitzen. Die beiseitegelegten Blumenkohlröschen darin bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten goldbraun braten und leicht salzen. Anschließend die Brotscheiben in derselben Pfanne von jeder Seite etwa 2 Minuten rösten.
  4. Die Suppe fein pürieren. Die Kochsahne einrühren und nochmals kurz erhitzen, aber nicht mehr sprudelnd kochen lassen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Die Suppe auf vier Schalen verteilen. Die gebratenen Blumenkohlröschen daraufsetzen und den Schnittlauch in feinen Röllchen darüberstreuen.

Serviervorschlag: Die Suppe heiß mit dem gerösteten Bauernbrot servieren.

Rezept: food-monitor / KI