Postelein – ein Power-Salat für den Winter

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Postelein, der auch Winterportulak oder Kuba-Spinat genannt wird, gehört zu den wenigen Gemüsearten, die auch mitten im Winter noch frisch geerntet werden.

Salate stehen das ganze Jahr über auf dem Speiseplan, doch im Winter ist das Angebot an regionalen Blattsalaten nur sehr begrenzt. Das nur selten angebaute Gemüse wird vor allem als Salat verzehrt. Dafür werden die zarten Blätter und Stängel dicht über der Erde abgeschnitten. Wird nicht zu tief geschnitten, kann mehrfach geerntet werden. Postelein enthält viel Vitamin C sowie die Mineralstoffe Magnesium, Calcium und Eisen. Neben dem fächerförmigen Blatt werden auch die hauchdünnen knackigen Stiele mitgegessen. Damit der Salat leichter zu essen ist, sollten die langen Blattstiele am besten durchgeschnitten werden.

Postelein schmeckt leicht säuerlich, salzig und etwas nussig und kann sehr gut zusammen mit Feldsalat zu einem vitaminreichen Salat gemischt werden. Auch einfach als Brotauflage oder im Quark machen sich die frischen grünen Blättchen gut. Es ist aber auch möglich, das Gemüse zu dünsten und ähnlich wie Spinat zuzubereiten.

Da die Blätter sehr empfindlich sind, sollte Postelein möglichst frisch verzehrt werden. Auch die Haltbarkeit selbst im Kühlschrank ist nur für wenige Tage möglich. Am besten bewahrt man Portulak in einem Folienbeutel auf oder legt ihn locker in eine Schüssel und deckt diese mit einem feuchten Tuch ab. Beim Einkauf sollte man daran denken, dass eine längerfristige Lagerung nicht möglich ist.

Übrigens: Der Name Winterportulak (Claytonia perfoliata) ist etwas irreführend, denn der zur Familie der Quellkrautgewächse gehörende Winterportulak ist nicht mit dem Echten Portulak oder Sommerportulak (Portulaca oleracea) aus der Familie der Portulakgewächse verwandt.

Quelle: RLV



Rezept: Ofenkartoffeln mit frischem Postelein-Quark

Gebackene Kartoffeln mit Kräuterquark und frischem Postelein
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 große vorwiegend festkochende Kartoffeln (je etwa 300 g)
  • 1 EL Rapsöl
  • Salz
  • 250 g Speisequark (20 % Fett)
  • 150 g Naturjoghurt
  • 150 g frischer Postelein
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Zitronensaft
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln gründlich abbürsten, trocken tupfen und rundum mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  2. Die Kartoffeln mit Rapsöl einreiben und leicht salzen. Auf ein Backblech legen und auf der mittleren Schiene 55 bis 65 Minuten backen, bis sie sich mit einem Messer leicht einstechen lassen.
  3. Währenddessen Quark und Joghurt glatt rühren. Den Postelein gründlich waschen und trocken schleudern. Lange Stiele einmal durchschneiden. Etwa ein Drittel der Blätter und Stiele fein schneiden.
  4. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den fein geschnittenen Postelein und zwei Drittel der Frühlingszwiebeln mit Zitronensaft unter den Quark rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Die heißen Kartoffeln längs einschneiden und vorsichtig auseinanderdrücken. Den Postelein-Quark hineinfüllen.
  6. Mit dem übrigen frischen Postelein und den restlichen Frühlingszwiebelringen bestreuen.

Serviervorschlag: Die Ofenkartoffeln sofort servieren, damit der Postelein frisch und knackig bleibt.

Rezept: food-monitor / KI