Saftig-süße Melonenbirne Pepino

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Pepino: Melonenbirne mit mild-süßem Aroma

Melonenbirne Pepino
Fotolia #214300075 © Brent-Hofacker – Lizenznehmer: food-monitor

Die Pepino (Solanum muricatum) wird auch Melonenbirne genannt. Trotz des Namens ist sie weder Melone noch Birne, sondern ein Nachtschattengewächs und damit unter anderem mit Tomate und Aubergine verwandt. Nach Kew Science reicht ihr natürliches Verbreitungsgebiet von Kolumbien bis Peru.

Die Früchte wachsen an krautigen Pflanzen oder niedrigen Halbsträuchern. Form, Größe und Farbe variieren je nach Sorte. Häufig ist die Schale cremegelb und trägt violette Streifen. Das saftige Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an eine milde Mischung aus Melone und Birne.

Inhaltsstoffe und Reife

Pepinos bestehen überwiegend aus Wasser und liefern unter anderem Vitamin C sowie Carotinoide. Genaue Gehaltsangaben schwanken mit Sorte, Reife, Herkunft und Lagerung; starre Nährwertzahlen sind daher nur Orientierungswerte.

Reife Früchte duften leicht süßlich, zeigen die sortentypische Färbung und geben bei sanftem Druck etwas nach. Sehr grüne, harte Früchte sind noch nicht genussreif. Feste Pepinos können bei Zimmertemperatur nachreifen, doch zu früh geerntete Ware entwickelt nicht immer das volle Aroma.

Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf auf eine unbeschädigte Schale ohne weiche Druckstellen achten. Reife Pepinos sind empfindlich und sollten im Kühlschrank nur kurz gelagert werden. Angeschnittene Früchte abgedeckt kalt stellen und zügig verbrauchen.

Vor dem Essen die Frucht gründlich waschen. Die dünne Schale ist grundsätzlich essbar, kann aber bitter schmecken und wird deshalb häufig entfernt. Pepinos lassen sich halbieren und auslöffeln oder in Spalten schneiden. Etwas Zitronen- oder Limettensaft bremst die Braunfärbung des angeschnittenen Fruchtfleischs.

Verwendung in der Küche

Pepino passt zu Obstsalat, Joghurt, Quark, Müsli und Desserts. Ihr mildes Aroma harmoniert auch mit Käse, Schinken, Tomaten oder Blattsalat. Beim Erhitzen verliert die Frucht einen Teil ihres feinen Duftes; für Kompott oder Konfitüre lässt sie sich dennoch verwenden.

Da Importfrüchte lange Transportwege haben können, lohnt sich ein bewusster Einkauf. Weitere Hinweise bietet der Beitrag „Exotische Früchte: Das sollten Verbraucher wissen“. Eine weitere essbare Frucht aus der Familie der Nachtschattengewächse stellt „Andenbeere – süß-säuerliche Frucht im Lampion“ vor.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung, www.bzfe.de; Kew Science, powo.science.kew.org / food-monitor



Rezept: Pepino-Quarkcreme mit Limette und Hafer-Mandel-Crunch

Quarkcreme im Glas mit Pepino und Hafer-Mandel-Crunch
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 2 reife Pepinos (zusammen etwa 500 g)
  • 1 Bio-Limette mit zum Verzehr geeigneter Schale
  • 250 g Speisequark (20 % Fett)
  • 150 g Naturjoghurt
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 1 TL Vanillezucker
  • 60 g zarte Haferflocken
  • 30 g gehackte Mandeln
  • 1 TL Butter

Zubereitung

  1. Für den Crunch die Butter in einer Pfanne schmelzen. Haferflocken und Mandeln darin bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten unter Rühren goldbraun rösten.
  2. 1 EL Honig unterrühren, die Mischung auf einen Teller geben und vollständig abkühlen lassen.
  3. Die Limette unter fließendem Trinkwasser gründlich waschen, trocken reiben und die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Quark, Joghurt, Vanillezucker, den übrigen Honig und die Hälfte des Limettenabriebs glatt rühren. Bis zum Anrichten kalt stellen.
  4. Die Pepinos erst unmittelbar vor dem Anrichten unter fließendem Wasser waschen, schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und sofort mit 2 EL Limettensaft mischen.
  5. Die Hälfte der Pepinowürfel auf vier saubere Dessertgläser verteilen. Die Quarkcreme daraufgeben und mit den übrigen Fruchtwürfeln sowie dem Hafer-Mandel-Crunch abschließen.
  6. Mit dem restlichen Limettenabrieb bestreuen und sofort servieren.

Serviervorschlag: Die Dessertgläser erst kurz vor dem Essen fertig schichten, damit Frucht und Crunch frisch bleiben.

Allergene: Enthält Milch, glutenhaltiges Getreide (Hafer) und Mandeln.

Lebensmittelsicherheit: Nur reife, unbeschädigte Pepinos verwenden. Sehr bittere, gärig riechende oder schimmelige Früchte entsorgen. Quark und Joghurt bis zur Verarbeitung kühlen; das fertige Dessert abgedeckt bei höchstens 7 °C lagern und innerhalb eines Tages verbrauchen. Honig ist für Kinder unter zwölf Monaten nicht geeignet.

Rezept: food-monitor / KI