„Fett i. Tr.“ bezeichnet den Fettanteil in der Trockenmasse eines Käses – nicht den Fettgehalt des verzehrfertigen Produkts.

Warum wird Fett in der Trockenmasse angegeben?
Käse besteht aus Trockenmasse und Wasser. Während der Reifung kann Wasser verloren gehen; der Anteil der Trockenmasse steigt. Die Angabe „Fett i. Tr.“ bezieht das Fett deshalb auf den wasserfreien Anteil und erleichtert die Einordnung innerhalb einer Käsesorte. Zwei Käse mit gleichem Fett-i.-Tr.-Wert können wegen ihres unterschiedlichen Wassergehalts dennoch verschieden viel Fett je 100 Gramm enthalten.
Absoluten Fettgehalt vergleichen
Für den direkten Vergleich ist die Nährwertangabe „Fett je 100 g“ am zuverlässigsten. Fehlt sie, erlauben Faustfaktoren nur eine grobe Schätzung: Fett i. Tr. mal etwa 0,3 bei Frischkäse, 0,5 bei Weichkäse, 0,6 bei Schnittkäse und 0,7 bei Hartkäse. Produkt und Wassergehalt können davon abweichen.
Ein Gouda mit 45 Prozent Fett i. Tr. kann beispielsweise ungefähr 27 Gramm Fett je 100 Gramm enthalten; ein wasserreicherer Weichkäse mit einem höheren Fett-i.-Tr.-Wert kann absolut ähnlich liegen. Sehr fettarme Sauermilchkäse sind ein Gegenbeispiel: Die Warenkunde Harzer Käse: Herstellung, Fettgehalt und Verwendung ordnet das Produkt ohne Schlankheitsversprechen ein.
Rahmstufen sind keine Portionsbewertung
Bezeichnungen wie Magerstufe, Vollfettstufe oder Doppelrahmstufe beziehen sich ebenfalls auf Fett in der Trockenmasse. Sie sagen nicht, welche Portionsgröße für eine Person passend ist. Für Ernährung und Einkauf zählen neben Fett auch Salz, Eiweiß, Energie, Geschmack und die tatsächlich verzehrte Menge.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 20. August 2026
Quelle: Harald Seitz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor
Rezept: Kartoffel-Gouda-Rösti mit Kräuterquark

Knusprig gebratene Kartoffelrösti mit würzigem Gouda und einem frischen Kräuterquark ergeben ein unkompliziertes vegetarisches Hauptgericht. Ein kleiner Salat bringt eine frische Begleitung dazu.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 180 g Gouda am Stück
- 1 kleine Zwiebel
- 2 Eier
- 2 EL Speisestärke
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 4 EL Rapsöl zum Braten
- 250 g Quark
- 3 EL Milch
- 1/2 Bund Schnittlauch
- 1/2 Bund Petersilie
- 1 TL Zitronensaft
- 150 g gemischter Blattsalat
- 2 EL Essig-Öl-Dressing
Zubereitung
- Kartoffeln schälen und grob raspeln. In ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken. Gouda grob reiben. Zwiebel schälen und fein würfeln.
- Kartoffelraspel, Gouda, Zwiebel, Eier und Speisestärke in einer Schüssel gründlich vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Für den Kräuterquark Schnittlauch und Petersilie waschen, trocken schütteln und fein schneiden. Quark mit Milch, Kräutern und Zitronensaft glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Öl portionsweise in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Aus der Kartoffelmasse 8 flache Rösti formen und bei mittlerer Hitze je Seite 4 bis 5 Minuten goldbraun braten. Fertige Rösti bei Bedarf kurz im warmen Ofen warm halten.
- Blattsalat waschen, trocken schleudern und mit dem Dressing mischen. Rösti mit Kräuterquark und Salat anrichten.
Serviervorschlag
Dazu passen Radieschen, Gurkenscheiben oder ein Tomatensalat.
Rezept: food-monitor / KI
