Zuckererbsen: schnelles Gemüse – gekocht und roh

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Zuckerschoten: zarte Hülsen und junge Erbsen zusammen essen

Frische grüne Zuckerschoten
Foto: Tiffany Kay auf Pixabay

Zuckerschoten heißen auch Zuckererbsen, Kaiserschoten oder Mangetout. Sie werden jung geerntet, bevor sich an der Innenseite eine harte Pergamentschicht bildet. Deshalb kann die zarte Hülse zusammen mit den noch kleinen Erbsen gegessen werden.

Dürfen Zuckerschoten roh gegessen werden?

Das Bundeszentrum für Ernährung nennt Zuckerschoten als Ausnahme unter den Hülsenfrüchten, die in Maßen auch roh gegessen werden kann. Daraus folgt nicht, dass sie frei von allen natürlichen Pflanzenstoffen oder mikrobiellen Risiken sind. Größere Portionen werden besser kurz gegart.

Für Rohkost nur frische, unbeschädigte Schoten verwenden, gründlich unter fließendem Trinkwasser waschen und unmittelbar vor dem Essen schneiden. Schwangere, ältere oder immungeschwächte Menschen sowie kleine Kinder sollten aus Vorsicht gut gewaschene und erhitzte Ware bevorzugen.

Frische erkennen und richtig lagern

Frische Zuckerschoten sind kräftig grün, knackig und frei von gelben, trockenen, schleimigen oder schimmeligen Stellen. Ein Quietschen beim Aneinanderreiben kann auf Frische hindeuten, ist aber kein verlässlicher Hygienetest. Beschädigte oder verdorbene Schoten aussortieren.

Ungewaschen in einem sauberen Beutel oder leicht feuchten Tuch im Gemüsefach lagern und möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen verbrauchen. Für längere Aufbewahrung die geputzten Schoten zwei bis drei Minuten blanchieren, in Eiswasser abkühlen, gut trocknen und einfrieren.

Zuckerschoten vorbereiten

Schoten unter fließendem Wasser waschen. Stielansatz und Blütenspitze knapp abschneiden. Bei größeren oder älteren Schoten den festen Faden entlang der Längsnaht abziehen. Sehr kleine, zarte Exemplare benötigen oft kaum weitere Vorbereitung.

Zuckerschoten schmecken süßlich und mild. Sie passen zu Reis, Couscous, Nudeln, Fisch, Tofu, Möhren, Pilzen und Frühlingszwiebeln. Weitere Unterschiede zu ausgelösten Erbsen erklärt der Beitrag Frische Erbsen: Einkauf, Sorten und Zubereitung.

Kurz, aber ausreichend garen

Zwei bis drei Minuten Blanchieren oder mehrere Minuten im Wok reichen bei jungen Schoten meist aus. Sie sollen heiß werden, aber bissfest bleiben. Sehr große oder faserige Schoten brauchen länger. Tiefkühlware nach Packungsangabe zubereiten.

Die Bezeichnung „Zuckererbse“ bedeutet nicht, dass das Gemüse mit Süßigkeiten vergleichbar ist. Der süßliche Geschmack entsteht durch den höheren Zuckeranteil junger Erbsen; Zuckerschoten liefern zugleich Wasser, Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Rüdiger Lobitz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Zuckerschoten-Couscous mit Zitrone und Sesam

Couscous mit gegarten Zuckerschoten, Kirschtomaten, Frühlingszwiebeln und Sesam
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 400 g Zuckerschoten
  • 250 g Couscous
  • 300 ml Wasser
  • 250 g Kirschtomaten
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 EL Sesamsamen
  • 3/4 TL Salz
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Zuckerschoten, Tomaten und Frühlingszwiebeln gründlich unter fließendem Trinkwasser waschen. Zuckerschoten putzen und bei kräftigeren Schoten den Faden entlang der Längsnaht abziehen. Tomaten halbieren, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
  2. Wasser mit einem halben Teelöffel Salz aufkochen. Couscous in eine hitzebeständige Schüssel geben, mit dem kochenden Wasser übergießen und zugedeckt nach Packungsangabe, meist etwa zehn Minuten, quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern.
  3. Sesam in einer großen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze unter Aufsicht zwei bis drei Minuten rösten und herausnehmen.
  4. Einen Esslöffel Rapsöl in der Pfanne erhitzen. Zuckerschoten unter ständigem Wenden drei bis vier Minuten braten, bis sie durchgehend heiß, aber noch bissfest sind.
  5. Zitrone gründlich waschen. Einen Teelöffel Schale fein abreiben und zwei Esslöffel Saft auspressen. Beides mit restlichem Rapsöl, Salz und Pfeffer verrühren.
  6. Couscous, Zuckerschoten, Tomaten und Frühlingszwiebeln mischen. Zitronendressing unterheben und mit Sesam bestreuen. Lauwarm servieren.

Aufbewahrung: Reste rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Tages verbrauchen. Vor dem Essen vollständig durcherhitzen.

Allergenhinweis: Couscous enthält Gluten, Sesamsamen enthalten Sesam.

Rezept: food-monitor / KI