Portulak: würziges Blattgemüse für den Sommer

Echter Portulak (Portulaca oleracea) ist eine wärmeliebende Pflanze mit fleischigen Blättern. Als Gemüse- und Würzpflanze ist er seit langer Zeit bekannt. Sein Geschmack ist leicht säuerlich, salzig und nussig.
Die jungen Blätter und Stiele passen roh in Salate, Kräuterquark und Pesto. Kurz gedünstet können sie ähnlich wie Spinat verwendet werden. Kultivierte Ware wird vor der Zubereitung verlesen und unter fließendem Trinkwasser gründlich gewaschen.
Sommerportulak ist nicht Winterportulak
Echter Portulak gehört zu den Portulakgewächsen. Winterportulak (Claytonia perfoliata) stammt aus der Familie der Quellkrautgewächse und ist botanisch nicht eng mit ihm verwandt. Er wächst in der kühlen Jahreszeit und wird auch Postelein genannt. Mehr dazu erklärt „Postelein: zarter Wintersalat“.
Nährstoffe ohne Heilversprechen
Portulak enthält unter anderem Alpha-Linolensäure, Vitamine und Mineralstoffe. Die Mengen hängen von Sorte, Anbau und Frische ab. Aussagen, das Kraut stärke das Immunsystem oder helfe dem gesamten Blut- und Verdauungssystem, sind damit nicht belegt.
Portulak kann vergleichsweise viel Oxalsäure enthalten. Menschen, die wegen Nierensteinen oder einer anderen Erkrankung oxalatreiche Lebensmittel einschränken sollen, berücksichtigen das bei der Portionsgröße. Wild wachsende Pflanzen sollten nur gesammelt werden, wenn Art, Standort und hygienische Qualität sicher beurteilt werden können.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst (LID) / food-monitor
Rezept: Portulak-Linsen-Salat mit Ofenmöhren und Feta

Zutaten für 4 Portionen
- 200 g Berglinsen
- 500 g Möhren
- 4 EL Rapsöl
- 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 150 g kultivierter Portulak
- 200 g Feta
- 40 g Sonnenblumenkerne
- 2 EL Zitronensaft
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 TL flüssiger Honig
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Linsen in einem Sieb abspülen und in reichlich Wasser nach Packungsangabe 20 bis 25 Minuten bissfest garen. Erst gegen Ende leicht salzen, dann abgießen und abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Möhren schälen und schräg in etwa 1 cm dicke Stücke schneiden. Mit 2 EL Rapsöl, Kreuzkümmel, 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer vermengen.
- Die Möhren auf einem Backblech verteilen und auf der mittleren Schiene 22 bis 25 Minuten rösten, bis sie weich und leicht gebräunt sind.
- Den Portulak gründlich waschen, verlesen und trocken schleudern. Den Feta würfeln. Die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne 3 Minuten goldbraun rösten.
- Das übrige Rapsöl mit Zitronensaft, Senf und Honig verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Linsen und lauwarme Ofenmöhren mit dem Dressing vermengen. Portulak und Feta vorsichtig unterheben und mit Sonnenblumenkernen bestreuen.
Serviervorschlag: Den Salat lauwarm als Hauptgericht oder vollständig abgekühlt als Beilage servieren.
Allergene: Enthält Milch (Feta) und Senf.
Rezept: food-monitor / KI
