Glasnudeln und Reisnudeln: Unterschiede im Überblick

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Glasnudeln und Reisnudeln sehen nach dem Garen ähnlich aus, bestehen aber aus unterschiedlichen Rohstoffen. Auch Konsistenz und Zubereitung unterscheiden sich.

Gegarte Reisnudeln mit Gemüse
Bild von -Rita- auf Pixabay

Woraus bestehen Reisnudeln?

Reisnudeln werden hauptsächlich aus Reismehl oder Reisstärke und Wasser hergestellt. Manche Produkte enthalten zusätzlich Tapioka- oder andere Stärke, um Biss und Elastizität zu verändern. Es gibt sehr dünne Reisvermicelli, mittlere Nudeln und breite Reisbandnudeln.

Im trockenen Zustand sind Reisnudeln meist weiß bis cremefarben. Gegart bleiben sie eher matt und werden je nach Stärkeanteil weich, elastisch oder leicht klebrig. Mehr zu Reissorten und Verarbeitung steht im Beitrag „Reis: Sorten, Verarbeitung, Nährwerte und Sicherheit“.

Woraus bestehen Glasnudeln?

Glasnudeln werden aus isolierter Stärke hergestellt. Häufig stammt sie aus Mungbohnen, je nach Herkunft und Produkt aber auch aus Erbsen, Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Maniok. Sojabohnen sind entgegen einer verbreiteten Darstellung nicht der übliche Grundstoff.

Beim Garen werden die anfangs weißen oder grauen Fäden nahezu durchsichtig. Sie sind glatter und elastischer als viele Reisnudeln. Die Zutatenliste ist entscheidend, weil die Bezeichnung allein den verwendeten Stärkerohstoff nicht sicher erkennen lässt.

Zubereitung: Packungsangabe geht vor

Dünne Reis- und Glasnudeln müssen häufig nur in heißem Wasser quellen. Breitere oder dickere Varianten werden dagegen gekocht. Feste Zeitangaben wie „Reisnudeln fünf Minuten, Glasnudeln zwei Minuten“ gelten nicht für alle Produkte. Deshalb die Packungsanleitung beachten und zwischendurch die Konsistenz prüfen.

Nach dem Abgießen können die Nudeln kurz mit kaltem Wasser gespült werden, wenn sie für Salat oder zur späteren Weiterverarbeitung gedacht sind. Für Suppen oder Wokgerichte erst gegen Ende zugeben, damit sie nicht zerfallen.

Verwendung und Nährwerte

Reisbandnudeln sind typisch für Gerichte wie Pad Thai, dünne Reisnudeln für Suppen und Salate. Glasnudeln passen zu Suppen, Sommerrollen, Füllungen und Salaten. Beide Sorten schmecken mild und nehmen Dressings sowie Gewürze gut auf.

Die Nährwerte unterscheiden sich je nach Rohstoff und Rezeptur. Beide liefern vor allem Stärke; pauschale Vergleiche mit Weizenpasta sind ohne konkrete Produktangaben nicht zuverlässig. Reis- und reine Stärkenudeln können glutenfrei sein, doch Zusätze und Verunreinigungen sind möglich. Bei Zöliakie nur eindeutig glutenfrei gekennzeichnete Produkte verwenden.

Trocken, kühl und gut verschlossen lagern und das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten. Sie sind lange haltbar, aber nicht „nahezu unbegrenzt“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de / food-monitor



Rezept: Reisnudelsalat mit Limetten-Erdnuss-Dressing

Asiatischer Reisnudelsalat mit Paprika, Möhre, Gurke und Erdnussdressing
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 200 g Reisnudeln
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Möhre (etwa 150 g)
  • 1/2 Salatgurke
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 50 g ungesalzene geröstete Erdnüsse
  • 1 EL Sesamsamen
  • 3 EL Erdnussmus
  • 3 EL Limettensaft
  • 2 EL Sojasoße
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 TL Honig oder Zucker
  • 3 EL warmes Wasser

Zubereitung

  1. Reisnudeln nach Packungsangabe garen oder in heißem Wasser quellen lassen. Abgießen, kalt abspülen und gut abtropfen lassen.
  2. Gemüse gründlich waschen. Paprika und Möhre in feine Streifen, Gurke in dünne Halbmonde und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
  3. Für das Dressing Erdnussmus, Limettensaft, Sojasoße, Sesamöl, Honig oder Zucker und warmes Wasser glatt rühren.
  4. Reisnudeln und Gemüse mit dem Dressing gründlich vermengen und 10 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.
  5. Erdnüsse grob hacken. Den Salat mit Erdnüssen und Sesam bestreuen.

Serviervorschlag: Gut gekühlt oder unmittelbar nach dem Vermengen servieren.

Hinweis: Enthält Erdnüsse, Sesam und Soja. Herkömmliche Sojasoße enthält meist Weizen; bei Zöliakie ausschließlich glutenfrei gekennzeichnete Sojasoße und Reisnudeln verwenden. Reste rasch kühlen und innerhalb eines Tages verbrauchen.

Rezept: food-monitor / KI