Klimakterische Früchte: Obst, das nach der Ernte weiterreift

Klimakterische Früchte zeigen während der Reifung einen deutlichen Anstieg der Atmung und bilden verstärkt das Pflanzenhormon Ethylen. Dadurch können sie nach der Ernte weiterreifen – vorausgesetzt, sie wurden nicht zu früh, sondern bereits ausreichend entwickelt geerntet. „Nachreifend“ bedeutet daher nicht, dass beliebig unreif geerntetes Obst später automatisch aromatisch wird.
Welche Früchte reifen nach?
Zu den nachreifenden Arten zählen unter anderem Äpfel, Aprikosen, Avocados, Bananen, Birnen, Kiwis, Mangos, Nektarinen, Papayas, Passionsfrüchte, Pfirsiche und Pflaumen. Nicht nachreifend sind beispielsweise Ananas, Erdbeeren, Kirschen, Trauben sowie Zitrusfrüchte wie Grapefruit, Zitrone und Orange. Sie werden nach der Ernte zwar weicher oder trockener, entwickeln aber keine eigentliche Genussreife mehr.
Ethylen gezielt nutzen
Nachreifendes Obst gibt Ethylen an die Umgebung ab. Eine harte Avocado oder Kiwi reift deshalb in der Nähe eines Apfels oder einer Banane schneller. Wer den Vorgang beschleunigen möchte, legt die Früchte locker zusammen in eine Papiertüte und kontrolliert sie täglich. Luftdicht verschlossene Kunststoffbeutel sind ungünstig, weil sich darin Feuchtigkeit sammeln kann.
Richtig lagern und Verderb vermeiden
Ethylen beschleunigt auch die Alterung empfindlicher Nachbarprodukte. Nachreifende Früchte daher getrennt von nicht nachreifenden und ethylenempfindlichen Arten lagern. Sobald die gewünschte Reife erreicht ist, kann kühle Lagerung den weiteren Reifeprozess je nach Obstart verlangsamen. Kälteempfindliche Früchte wie Bananen oder unreife Mangos gehören jedoch nicht in den Kühlschrank. Eine aktuelle Übersicht bietet das Bundeszentrum für Ernährung.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Verbraucherzentrale Bayern; Bundeszentrum für Ernährung / food-monitor
Rezept: Aprikosen-Pfirsich-Crumble

Zutaten für 4 Portionen
- 400 g reife Aprikosen
- 400 g reife Pfirsiche
- 1 EL Zitronensaft
- 30 g Zucker
- 1 TL Speisestärke
- 120 g Weizenmehl (Type 405)
- 80 g zarte Haferflocken
- 80 g kalte Butter
- 60 g brauner Zucker
- 1/2 TL Zimt
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittelgroße Auflaufform dünn mit etwas von der abgewogenen Butter einfetten.
- Aprikosen und Pfirsiche waschen, entsteinen und in Spalten schneiden. Mit Zitronensaft, 30 g Zucker und Speisestärke vermengen und in der Form verteilen.
- Mehl, Haferflocken, braunen Zucker und Zimt mischen. Die restliche kalte Butter in Würfeln zugeben und alles mit den Fingerspitzen zu groben Streuseln verarbeiten.
- Die Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen. Den Crumble auf der mittleren Schiene 30 bis 35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und die Fruchtfüllung am Rand leicht blubbert.
- Vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen.
Serviervorschlag: Den Crumble lauwarm servieren; dazu passt Naturjoghurt.
Rezept: food-monitor / KI
