Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsearten in Deutschland und sind im Sommer besonders aromatisch.

Die Tomate stammt ursprünglich aus Südamerika und gehört botanisch zu den Nachtschattengewächsen. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 lag der Pro-Kopf-Verbrauch frischer Tomaten in Deutschland bei mehr als 22 Kilogramm. Verarbeitete Erzeugnisse wie Tomatensoße und Ketchup sind in dieser Zahl nicht enthalten.
2025 wurden in Deutschland auf 388 Hektar rund 109.000 Tonnen Tomaten geerntet. Der Erwerbsanbau findet fast vollständig unter Glas oder anderen hohen Schutzabdeckungen statt. Dennoch kamen nur 4,8 Prozent der hierzulande verbrauchten Tomaten aus deutschem Anbau. Ein großer Teil der Ware wird importiert, insbesondere aus europäischen Lieferländern.
Sorten und Saison
Rund-, Roma-, Fleisch-, Cocktail- und Cherrytomaten unterscheiden sich in Größe, Saftigkeit und Aroma. Rispentomaten werden mitsamt dem Fruchtstand geerntet. Farbe und Form allein sagen wenig über Reife und Geschmack aus, denn es gibt auch gelbe, grüne, dunkle und gestreifte Sorten. Einen Überblick bietet der Beitrag Tomatensorten: Mehr als rund und rot.
Deutsche Tomaten sind je nach Anbauweise ungefähr von Frühjahr bis Herbst erhältlich; das größte Angebot gibt es im Sommer. Herkunft, Saison, beheizte Gewächshäuser, Bewässerung und Transport beeinflussen die Umweltbilanz. Eine pauschale Bewertung allein nach Entfernung oder Bio-Siegel ist deshalb nicht möglich.
Einkauf und Lagerung
Gute Tomaten sind unversehrt und für ihre Sorte ausreichend fest. Sie sollten luftig und schattig bei etwa 15 bis 18 Grad Celsius lagern, nicht im Kühlschrank. Kälte kann Aroma und Konsistenz beeinträchtigen. Äpfel und Bananen geben das Reifegas Ethylen ab und können das Nachreifen beschleunigen. Beschädigte oder schimmelige Früchte gehören aussortiert.
Reife Tomaten schmecken roh, in Salaten, Suppen und Soßen. Zur Hauptsaison lässt sich Tomatensoße kochen und nach raschem Abkühlen portionsweise einfrieren.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Verena Dorloff, Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) / food-monitor
Rezept: Spaghetti mit ofengerösteter Tomatensoße

Zutaten für 4 Portionen
- 1,2 kg reife regionale Tomaten
- 2 Zwiebeln
- 4 Knoblauchzehen
- 3 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Zucker
- 350 g Spaghetti
- 1 Bund Basilikum
- 50 g Parmesan
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Tomaten waschen, den Stielansatz entfernen und die Früchte je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob schneiden.
- Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch in einer großen Auflaufform mit Olivenöl, Oregano, Zucker, 1 TL Salz und etwas Pfeffer mischen. Auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten rösten, bis die Tomaten weich und an den Rändern leicht gebräunt sind.
- Die geröstete Mischung samt Saft in einen Topf geben und mit dem Stabmixer nur teilweise pürieren. 10 Minuten offen einkochen und abschmecken.
- Spaghetti nach Packungsangabe in reichlich Salzwasser bissfest garen. Etwa 100 ml Kochwasser abnehmen, die Nudeln abgießen und mit der Tomatensoße mischen. Bei Bedarf etwas Kochwasser zugeben.
- Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter grob schneiden. Unter die Spaghetti heben und das Gericht mit fein geriebenem Parmesan servieren.
Serviervorschlag: Für einen Vorrat die Soße rasch abkühlen, portionsweise einfrieren und vor dem Essen vollständig durcherhitzen.
Allergenhinweis: Enthält glutenhaltige Spaghetti und Milch durch Parmesan.
Rezept: food-monitor / KI
