Paranüsse gelten wegen ihres hohen Selengehalts als gesund

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Eine Studie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und des VKTA -Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung Rossendorf hat dies nun wissenschaftlich bestätigt.

Erstmals haben Forschende untersucht, in welchen Mengen Selen und andere gesundheitsrelevante Inhaltsstoffe der Paranüsse vom menschlichen Körper aufgenommen werden.

Paranüsse
Foto: Adriano Gadini auf Pixabay

Paranüsse stammen fast ausschließlich aus dem Amazonasgebiet in Südamerika und sind für ihren hohen Nährstoffgehalt bekannt. Besonders bemerkenswert ist ihr Selengehalt: Das essenzielle Spurenelement unterstützt das Immunsystem und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Bereits eine einzige Paranuss kann den empfohlenen Tagesbedarf von 55 bis 70 Mikrogramm decken. Darüber hinaus liefern die Nüsse Eiweiß, Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium sowie B-Vitamine, Vitamin E, Polyphenole, essenzielle Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren.

Für die ernährungsphysiologische Bewertung von Lebensmitteln ist jedoch nicht nur der Gehalt an Nährstoffen wichtig, sondern auch deren sogenannte Bioverfügbarkeit – also der Anteil, der während der Verdauung freigesetzt und im Dünndarm aufgenommen werden kann. Um dies zu untersuchen, simulierten die Forschenden den menschlichen Verdauungsprozess im Labor – mit künstlichem Speichel, Magensaft und Verdauungsenzymen. Anschließend bestimmten sie mit verschiedenen Analysemethoden die Konzentrationen der gelösten Stoffe.

Die Ergebnisse bestätigen, dass Paranüsse einen hohen Selengehalt haben.

Das Spurenelement liegt in erster Linie als Aminosäure Selenmethionin vor, die vom Körper sehr gut aufgenommen werden kann. Auf diese Weise stehen dem Körper schätzungsweise 85 Prozent des enthaltenen Selens zur Verfügung.

Gleichzeitig speichert der Paranussbaum in seinen Früchten auch potenziell schädliche Metalle wie Barium und radioaktives Radium. Diese Stoffe kann der Körper ähnlich wie Kalzium in den Knochen einbauen. So steht Radium im Verdacht, Knochenschäden und Krebs zu verursachen. Die Untersuchungen zeigen jedoch, dass lediglich etwa zwei Prozent dieser Stoffe bioverfügbar sind.

„Selbst beim täglichen Verzehr einer Paranuss ergibt sich laut Berechnung eine Strahlendosis von nur etwa 2,4 Mikrosievert pro Jahr. Das ist nur rund ein Tausendstel der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung in Deutschland“, erklärt Dr. Diana Walther vom VKTA. Gesundheitsrisiken durch diese Substanzen sind beim Essen von den empfohlenen maximal zwei Paranüssen pro Tag nicht zu erwarten. Diesbezüglich empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz empfindlichen Personengruppen wie Schwangeren, Stillenden, Kindern und Jugendlichen, keine Paranüsse zu essen.

Heike Kreutz, bzfe.de



Rezept: Rote-Bete-Apfel-Salat mit Paranuss-Vinaigrette

Rote-Bete-Apfel-Salat mit Feldsalat und wenigen Paranussstücken
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g gegarte Rote Bete
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 120 g Feldsalat
  • 4 Paranusskerne
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL flüssiger Honig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Rote Bete abtropfen lassen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Äpfel vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden.
  2. Den Feldsalat gründlich waschen, verlesen und trocken schleudern.
  3. Die vier Paranusskerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2 Minuten leicht rösten. Sofort herausnehmen, abkühlen lassen und sehr fein hacken.
  4. Rapsöl, Apfelessig, Senf und Honig zu einer Vinaigrette verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die gehackten Paranüsse unterrühren.
  5. Rote Bete und Äpfel mit der Vinaigrette vermengen. Den Feldsalat erst unmittelbar vor dem Servieren vorsichtig unterheben.

Serviervorschlag: Den Salat auf vier Teller verteilen, sodass jede Erwachsenenportion höchstens einen Paranusskern enthält.

Hinweis: Entsprechend der im Beitrag genannten Empfehlung ist dieses Rezept nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche vorgesehen.

Rezept: food-monitor / KI