Fleischverzehr 2025: 54,9 Kilogramm pro Kopf

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Rechnerischer Fleischverzehr steigt auf 54,9 Kilogramm

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft lag der Fleischverzehr in Deutschland 2025 bei durchschnittlich 54,9 Kilogramm pro Person. Das waren 1,4 Kilogramm mehr als 2024. Das Niveau des Jahres 2011 mit 63,8 Kilogramm wurde dennoch deutlich unterschritten.

Den größten Zuwachs gab es bei Geflügelfleisch. Der rechnerische Pro-Kopf-Verzehr stieg um ein Kilogramm auf 14,7 Kilogramm und erreichte damit den höchsten Wert der veröffentlichten Zeitreihe. Schweinefleisch blieb mit 28,3 Kilogramm die mengenmäßig wichtigste Fleischart. Für Rind- und Kalbfleisch weist die Bilanz 9,7 Kilogramm pro Person aus.

„Verzehr“ ist eine statistische Berechnung

Die Versorgungsbilanz Fleisch misst nicht, was einzelne Menschen gegessen haben. Sie berechnet die für den menschlichen Verzehr verfügbare Menge aus Produktion, Handel und festgelegten Umrechnungsfaktoren. Haushaltsabfälle, individuelle Ernährungsweisen und Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen lassen sich daraus nicht direkt ablesen.

Der weiter gefasste Fleischverbrauch enthält zusätzlich unter anderem Knochen, Innereien, industrielle Verwendung, Heimtiernahrung und Verluste. Der rechnerische Verzehr machte 2025 rund 72 Prozent dieses Gesamtverbrauchs aus. Deshalb dürfen die Begriffe Fleischverbrauch und Fleischverzehr nicht gleichgesetzt werden.

Produktion, Importe und Selbstversorgung

Die Nettofleischproduktion in Deutschland sank 2025 nach vorläufigen Angaben leicht um 0,3 Prozent auf 7,3 Millionen Tonnen. Die Produktion von Rind- und Kalbfleisch ging um sechs Prozent zurück, Schweinefleisch nahm um 1,1 Prozent zu. Die Geflügelfleischproduktion blieb mit rund 1,5 Millionen Tonnen knapp unter dem Vorjahreswert.

Die Importe von Fleisch, fleischhaltigen Produkten und Innereien stiegen um fast elf Prozent auf rund 3,6 Millionen Tonnen. Der gesamte Selbstversorgungsgrad sank auf 114,6 Prozent. Ein Wert über 100 Prozent bedeutet nicht, dass keine Einfuhren nötig sind: Deutschland exportiert und importiert unterschiedliche Tierarten, Qualitäten und Teilstücke.

Was die Zahlen gesundheitlich nicht beantworten

Aus einer Versorgungsbilanz lässt sich nicht ableiten, ob die Bevölkerung insgesamt ausgewogen isst. Dafür wären Daten zur tatsächlichen Lebensmittelwahl, zu Portionsgrößen und zur Nährstoffzufuhr nötig. Die DGE empfiehlt eine überwiegend pflanzliche Ernährung und höchstens 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche. Wie gesundheitliche und ökologische Ziele zusammengeführt werden können, zeigt „Planetary Health Diet: Gesundheit und Umwelt gemeinsam denken“.

Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung / food-monitor / KI