Paprikapulver bringt Farbe, Fruchtigkeit und – je nach Sorte – Schärfe in viele Gerichte.

Paprikapulver wird aus reifen, getrockneten Früchten verschiedener Capsicum-Arten hergestellt. Nach den aktuellen Leitsätzen für Gewürze und andere würzende Zutaten werden im Handel unter anderem drei Formen unterschieden:
- Delikatesspaprika ist dunkelrot und schmeckt mild-fruchtig.
- Paprika, edelsüß ist rot, mild und kann eine leichte Schärfe besitzen.
- Paprika, scharf beziehungsweise Rosenpaprika ist rotbraun und deutlich scharf.
Bezeichnungen wie „dulce“ stammen häufig aus dem spanischsprachigen Raum und bedeuten „süß“. Angaben wie „halbsüß“ oder „extra“ können im Handel vorkommen, gehören aber nicht zu den drei genannten Leitsatzformen.
Woher kommt die Schärfe?
Für die Schärfe sind Capsaicinoide verantwortlich. Sie sitzen vor allem im Plazentagewebe, an dem die Samen im Inneren der Frucht befestigt sind. Die Samen selbst bilden kaum Capsaicin, können durch den Kontakt mit dem Gewebe aber scharf schmecken. Daher ist die vereinfachte Aussage „Je mehr Samen, desto schärfer“ nicht zuverlässig.
Rosenpaprika ist nicht mit Cayennepfeffer gleichzusetzen. Cayennepfeffer besteht aus getrockneten und gemahlenen Chilifrüchten, ist meist wesentlich schärfer und gehört trotz seines Namens nicht zu den Pfeffergewächsen. Mehr dazu erklärt der Beitrag Chili und Cayennepfeffer: Schärfe und Verwendung.
Verwendung und Lagerung
Paprikapulver passt zu Suppen, Schmorgerichten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Marinaden und Aufstrichen. Es sollte nur kurz bei mäßiger Hitze angeröstet und anschließend rasch mit Flüssigkeit abgelöscht werden. Bei zu großer Hitze kann es verbrennen und bitter werden.
Luftdicht, trocken, kühl und dunkel gelagert, bleiben Farbe und Aroma länger erhalten. Feucht oder muffig riechendes Gewürz sollte nicht mehr verwendet werden. Weitere Hinweise bietet Gewürze und Kräuter: Leitsätze, Einkauf und Lagerung.
Weiterführend: Paprikapulver: Allroundtalent von mild bis scharf für viele Gerichte.
Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026
Quellen: Verbraucherzentrale Bayern, Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission
Rezept: Paprika-Kartoffel-Gulasch mit weißen Bohnen

Dieses herzhafte Kartoffelgulasch erhält sein Aroma durch edelsüßes Paprikapulver und eine kleine Menge scharfes Paprikapulver. Weiße Bohnen, Paprika und Tomaten machen es zu einem unkomplizierten Hauptgericht.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 2 rote Paprikaschoten
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Rapsöl
- 2 EL Paprikapulver edelsüß
- ¼ TL scharfes Paprikapulver
- 1 EL Tomatenmark
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose
- 500 ml salzarme Gemüsebrühe
- 1 Dose weiße Bohnen (ca. 400 g), abgetropft und abgespült
- 1 TL getrockneter Majoran
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung
- Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Paprikaschoten und Petersilie gründlich waschen. Paprikaschoten putzen und würfeln, Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
- Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten, dann Knoblauch zugeben.
- Hitze reduzieren. Paprikapulver und Tomatenmark höchstens 30 Sekunden unter Rühren mitdünsten und sofort mit Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen.
- Kartoffeln, Paprika und Majoran hinzufügen. Aufkochen und zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln vollständig gar sind.
- Weiße Bohnen unterheben und mindestens 5 Minuten gründlich erhitzen. Abschmecken und mit Petersilie bestreuen.
Servier- und Sicherheitshinweis
Dazu passen Bauernbrot oder Naturjoghurt. Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten, Bauernbrot Gluten und Naturjoghurt Milch. Packungsangaben bei Allergien beachten. Reste rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Verzehr einmal vollständig durcherhitzen.
Rezept: food-monitor / KI
