Instantmehl ist ein besonders lockeres, rieselfähiges Weizenmehl mit gröberer Körnung. Es lässt sich gut für Teige sowie zum Binden von Suppen und Saucen verwenden.

Bezeichnungen wie Wiener Grießler, Dunst oder doppelgriffiges Mehl werden im Handel häufig ähnlich verwendet. Instantmehl hat eine gröbere Körnung als glattes Haushaltsmehl; die Korngröße liegt zwischen feinem Mehl und Grieß. Dadurch ist es gut rieselfähig und verteilt sich in Flüssigkeit leichter. Produktbezeichnungen und genaue Eigenschaften können sich je nach Hersteller unterscheiden.
Die gröberen Mehlteilchen nehmen Flüssigkeit langsamer auf. Bei Teigen kann deshalb als Richtwert etwas mehr Flüssigkeit nötig sein – häufig werden rund zehn Prozent genannt. Entscheidend sind jedoch Rezept, Mehlsorte und gewünschte Teigkonsistenz.
Für Spätzle, Strudel und Saucen
Instantmehl eignet sich unter anderem für Spätzle, Knödel, Strudel- und Obstkuchenteige. Beim Einrühren in heiße Flüssigkeit neigt es weniger zum Klumpen als feines Mehl und kann deshalb Suppen oder Saucen unkompliziert binden. Es sollte trotzdem unter Rühren portionsweise zugegeben und ausreichend erhitzt werden, damit kein roher Mehlgeschmack bleibt.
Instantmehl aus Weizen enthält Gluten und ist für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet. Mehr über Weizen, Mehltypen und Vollkorn steht im Beitrag Weizen: Arten, Mehltypen, Vollkorn und Verwendung.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / food-monitor
Rezept: Hausgemachte Instantmehl-Spätzle

Zutaten für 4 Portionen
- 400 g Instantmehl
- 4 Eier, Größe M
- 180 ml Wasser, bei Bedarf etwas mehr
- 1 TL Salz
- 30 g Butter
Zubereitung
- Instantmehl, Eier, 180 ml Wasser und Salz in eine große Schüssel geben. Mit einem Kochlöffel oder den Knethaken des Handrührgeräts 4 bis 5 Minuten kräftig schlagen, bis der zähflüssige Teig Blasen wirft und langsam vom Löffel reißt. Falls er zu fest ist, esslöffelweise Wasser zugeben.
- Den Teig abgedeckt 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Anschließend nochmals kurz durchschlagen.
- In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen und anschließend so weit zurückschalten, dass es nur noch leicht siedet.
- Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder einen Spätzlehobel in das siedende Wasser geben. Sobald die Spätzle nach 2 bis 3 Minuten an die Oberfläche steigen, weitere 30 Sekunden garen. Eine Spätzle probieren; im Inneren darf kein roher Teig mehr erkennbar sein.
- Die Spätzle mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Mit den übrigen Teigportionen ebenso verfahren.
- Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen und gleichmäßig unter die heißen Spätzle mischen.
Serviervorschlag: Die Spätzle sofort als Beilage zu Gemüsegerichten oder mit einer Sauce nach Wahl servieren.
Hinweis zu Sicherheit und Allergenen: Das Rezept enthält Gluten (Weizen), Ei und Milch. Rohe Eier und roher Teig dürfen nicht verzehrt werden. Gegarte Reste rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und spätestens am nächsten Tag einmal vollständig durcherhitzen.
Rezept: food-monitor / KI
