Antioxidantien – Geheimwaffen der Pilze

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Sauerstoff ist segensreich.

Antioxidantien
Foto: GMH/BDC

Jeder weiß: Ohne die Luft zum Atmen sind wir nicht überlebensfähig. Wir brauchen Sauerstoff, damit unser Körper die nötige Energie freisetzen kann, dank der wir warm bleiben, uns bewegen und denken können. Das geschieht im Körper durch Oxidation, also durch eine chemische Reaktion von Sauerstoff beispielsweise mit Kohlenhydraten und Fettsäuren.

Er hat aber auch eine negative Seite. Ungebundene, also freie Sauerstoff-Atome sind sehr instabil, weil ihnen ein Elektron fehlt. Um sich zu stabilisieren, entreißen sie es ihrer Umgebung, egal ob sie dabei die Zellmembran attackieren, das Erbgut oder die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien. Diese Attacke hinterlässt Schäden. Freie Sauerstoff-Atome werden daher unter anderem für das Entstehen von Krebs, für frühzeitige Abbau- und Alterungsprozesse, Allergien, Immunschwäche, Herz-Kreislaufprobleme und vieles mehr verantwortlich gemacht.

Verhindern lässt sich das Entstehen freier Sauerstoff-Atome nicht. Sie bilden sich ständig während der Stoffwechselprozesse. Obendrein lassen Umweltbelastungen, aggressive Sonneneinstrahlung, falsche Ernährung, Alkohol, Rauchen und nicht zuletzt Stress die Menge Freier Radikaler im Körper drastisch ansteigen.

Ein Stück weit schützt der Körper sich selbst durch körpereigene Antioxidantien. Das sind Stoffe, die den radikalen Sauerstoff-Atomen eines ihrer Elektronen abgeben, bevor sie Schaden anrichten können. Die Menge der körpereigenen Antioxidantien reicht aber nicht. Der Körper muss sich weitere aus der Nahrung holen. Dabei stehen frisches Obst, frisches Gemüse und vor allem Pilze an vorderster Stelle. Pilze enthalten die größte Menge dieser hilfreichen Stoffe, die so komplizierte Namen tragen wie Phenol, Ergothionein, Gluthathion, Tocopherol und etliches mehr.

Wie wirksam sie sind, zeigten Versuche an der Taipeh Medical University, die alternde Ratten mit Pilzextrakten fütterten. Danach beobachteten die Wissenschaftler einen deutlichen Schutz der Organe vor Alterungsprozessen, die mit freien Radikalen in Verbindung gebracht werden. Zu den an den stärksten wirksamen Antioxidantien zählen die Phenole, von denen Champignons beispielsweise 20 mg pro 1 g Trockengewicht enthalten.

Pilze wie Shiitake- und Austernpilz gelten als hervorragende Quelle für Ergothioneine, die sich den freien Radikalen vorzugsweise in all den Organen anbieten, die besonders starkem oxidativem Stress ausgesetzt sind wie Leber, Nieren, Herz, Haut und Lungen.

Vielfach werden Antioxidantien isoliert als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Aber die Fülle der verschiedenen Inhaltsstoffe der Pilze lässt sich damit nicht ersetzen. Obendrein ist es auch viel leckerer, sich durch wohlschmeckendes Pilzrisotto oder Pilzragout mit den nötigen Antioxidantien zu versorgen.

Viele weitere interessante Informationen und Rezepte zu Speisepilzen finden Sie auf der Website www.gesunde-pilze.de.

Quelle: Das Grüne Medienhaus



Rezept: Cremiges Risotto mit Champignons, Shiitake und Austernpilzen

Cremiges Risotto mit Champignons, Shiitake und Austernpilzen
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 250 g Risottoreis
  • 150 g braune Champignons
  • 100 g Shiitakepilze
  • 150 g Austernpilze
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 900 ml Gemüsebrühe
  • 30 g Butter
  • 50 g frisch geriebener Parmesan
  • 2 EL fein gehackte glatte Petersilie
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und während der Zubereitung knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
  2. Die Pilze mit Küchenpapier oder einer weichen Bürste säubern. Champignons und Shiitake in Scheiben schneiden, Austernpilze in mundgerechte Stücke zupfen.
  3. 1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne kräftig erhitzen. Die Pilze portionsweise insgesamt 6 bis 8 Minuten anbraten, bis sie gebräunt sind. Leicht salzen und beiseitestellen.
  4. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Das restliche Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen und beides glasig dünsten. Den Risottoreis einrühren und 2 Minuten anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und fast vollständig einkochen lassen.
  5. Nach und nach heiße Gemüsebrühe zugießen und den Reis bei mittlerer Hitze unter regelmäßigem Rühren 18 bis 20 Minuten garen. Erst neue Brühe zugeben, wenn die vorherige fast aufgenommen ist. Die Pilze in den letzten 5 Minuten unterheben.
  6. Den Topf vom Herd nehmen. Butter, Parmesan und Petersilie einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Risotto 2 Minuten ruhen lassen.

Serviervorschlag: Das Risotto sofort in vorgewärmten tiefen Tellern servieren.

Rezept: food-monitor / KI