Darf man zu Kirschen Wasser trinken?

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Rote Kirschen mit Stielen neben einem Wasserglas
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Wasser zu Kirschen verursacht nicht automatisch Bauchschmerzen. Der alte Rat stammt wahrscheinlich aus Zeiten, in denen Trinkwasser häufiger hygienisch belastet war.

Woher kommt der Mythos?

Früher wurde vermutet, Wasser verdünne die Magensäure und ermögliche Hefen auf der Kirschschale eine stärkere Gärung. Für ein Verbot, zu Kirschen Wasser zu trinken, gibt es daraus jedoch keine belastbare Grundlage. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung ist die Sorge bei der heutigen Trinkwasserqualität unbegründet.

Warum können Kirschen trotzdem Beschwerden verursachen?

Empfindliche Menschen können nach größeren Mengen Kirschen Blähungen oder Bauchschmerzen bekommen. Dafür kommen vor allem die verzehrte Menge, Fruchtzucker, Zuckeralkohole und Ballaststoffe infrage. Das kann unabhängig davon auftreten, ob gleichzeitig Wasser getrunken wird.

Kirschen vor dem Essen unter fließendem Wasser waschen. Wer sie nicht gut verträgt, beginnt mit einer kleineren Portion und beobachtet die individuelle Reaktion. Ein Glas Wasser zum Obst ist grundsätzlich unproblematisch.

Einkauf und Aufbewahrung

Frische Kirschen sind prall, unbeschädigt und sortentypisch gefärbt. Sie reifen nach der Ernte nicht nach. Im Kühlschrank bleiben sie nach Angaben des BZfE meist zwei bis drei Tage frisch. Am besten ungewaschen lagern und erst kurz vor dem Verzehr abspülen.

Weitere Informationen zu Sorten, Reife und Lagerung enthält der Beitrag Süß- und Sauerkirschen: Sorten, Reife und Anbau.

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung: Zeit für Süßkirschen, Stand 10. Juni 2026.

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026