Wurzelpetersilie – gesund und vielfältig verwendbar

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Wurzelpetersilie: aromatisches Gemüse für Herbst und Winter

Frische Wurzelpetersilie mit cremefarbener Schale
Foto: Sabine Weis

Wurzelpetersilie oder Petersilienwurzel (Petroselinum crispum subsp. tuberosum) gehört wie Blattpetersilie zu den Doldenblütlern. Gegessen wird vor allem die cremefarbene Speicherwurzel. Ihr kräftiges Petersilienaroma passt zu Brühe, Suppe, Eintopf, Püree, Ofengemüse und fein geraspelter Rohkost.

Wurzelpetersilie und Pastinake unterscheiden

Beide Wurzeln können ähnlich aussehen. Bei der Petersilienwurzel wölbt sich der Blattansatz meist nach oben; bei der häufig größeren Pastinake liegt er eher in einer Vertiefung. Form und Größe allein sind jedoch kein sicheres Merkmal. Der typische Petersilienduft einer frisch angeschnittenen Wurzel ist ein weiterer Hinweis.

Pastinaken schmecken meist milder und süßlicher, Petersilienwurzeln deutlich würziger. Eine direkte Gegenüberstellung bietet der Beitrag Pastinake und Petersilienwurzel: zurück zu den Wurzeln. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt ebenfalls den vertieften Blattansatz als typisches Merkmal der Pastinake.

Einkaufen und lagern

Frische Petersilienwurzeln sind fest, möglichst glatt und frei von weichen, nässenden oder schimmeligen Stellen. Kleine bis mittelgroße Exemplare sind oft zarter; sehr große Wurzeln können ein holziges Inneres haben. Vorhandenes Grün sollte frisch wirken, wird für die Lagerung aber abgeschnitten.

Ungewaschen und locker verpackt halten sich die Wurzeln im Gemüsefach des Kühlschranks meist mehrere Tage bis etwa zwei Wochen, abhängig von Frische und Erntezustand. Eine geschlossene, nasse Kunststofftüte fördert Kondenswasser und Verderb. Angeschnittene Wurzeln abdecken, kühlen und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Vorbereiten und verwenden

Wurzelpetersilie unter fließendem Wasser gründlich abbürsten. Dünne, zarte Schalen können nach sorgfältigem Reinigen mitverwendet werden; ältere oder raue Wurzeln werden sparsam geschält. Verfärbte, holzige oder beschädigte Stellen entfernen.

Für Rohkost die Wurzel frisch und fein raspeln und mit Apfel, Möhre oder Zitronensaft kombinieren. Beim Kochen genügen je nach Stückgröße meist 15 bis 25 Minuten. Für Ofengemüse gleichmäßig große Stücke schneiden. Sehr dünne Chips verbrennen leicht und sollten deshalb bei mäßiger Temperatur aufmerksam gebacken werden.

Zum Einfrieren die geputzte Wurzel würfeln, kurz blanchieren, in kaltem Wasser abkühlen und gut abtropfen lassen. Alternativ lässt sie sich bereits gegart als Suppen- oder Püreeportion einfrieren. Wurzelpetersilie liefert unter anderem Ballaststoffe und aromatische ätherische Öle; pauschale Heilwirkungen lassen sich daraus nicht ableiten.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) / food-monitor



Rezept: Wurzelpetersilien-Kartoffel-Püree mit Röstzwiebeln

Cremiges Wurzelpetersilien-Kartoffel-Püree mit goldbraunen Röstzwiebeln
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g Wurzelpetersilie
  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 EL Weizenmehl
  • 2 EL Rapsöl
  • 200 ml Milch
  • 30 g Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

  1. Wurzelpetersilie und Kartoffeln schälen, in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Wasser knapp bedecken, einen halben Teelöffel Salz zufügen und aufkochen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 18 bis 22 Minuten weich garen.
  2. Inzwischen Zwiebeln schälen, in dünne Ringe schneiden und gleichmäßig mit dem Mehl vermengen.
  3. Rapsöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebelringe darin unter häufigem Wenden acht bis zehn Minuten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  4. Milch und Butter in einem kleinen Topf erhitzen, aber nicht kochen.
  5. Gegartes Gemüse abgießen und eine Minute im offenen Topf ausdampfen lassen. Mit einem Kartoffelstampfer fein zerdrücken und die warme Milch-Butter-Mischung nach und nach unterrühren.
  6. Püree mit dem restlichen Salz und Muskat abschmecken. Auf vier Portionen verteilen und mit den Röstzwiebeln bestreuen.

Aufbewahrung: Reste rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Tages gründlich durcherhitzt verbrauchen.

Allergenhinweis: Weizenmehl enthält Gluten, Milch und Butter enthalten Milch. Für eine glutenfreie Variante geeignetes glutenfreies Mehl verwenden; für eine vegane Variante Rapsöl und eine passende pflanzliche Alternative wählen.

Serviervorschlag: Das Püree heiß mit einem Blattsalat oder als Beilage zu gebratenem Gemüse servieren.

Rezept: food-monitor / KI