Wie Hülsenfrüchte Boden und Ernährung stärken

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Wenn Pflanzen mit Bakterien kooperieren.

Foto: Daniel Schneider

Hülsenfrüchte wie Ackerbohne, Sojabohne, Körnererbse und Süßlupine bilden an ihren Wurzeln eine Symbiose mit Knöllchenbakterien. Das beeinflusst die Stickstoffversorgung der Pflanzen und macht sie für vielfältige Fruchtfolgen interessant.

Knöllchenbakterien können Luftstickstoff binden und in eine für die Pflanze nutzbare Form überführen. Im Gegenzug erhalten sie von der Pflanze energiereiche Verbindungen. Je nach Art, Standort, Boden, Witterung und Bewirtschaftung kann dieser Prozess den Bedarf an mineralischem Stickstoffdünger senken; eine pauschale Einsparung lässt sich daraus nicht ableiten.

Nach der Ernte können Pflanzenreste und Wurzeln Stickstoff für nachfolgende Kulturen bereitstellen. Wie viel davon tatsächlich verfügbar wird, hängt unter anderem von Ertrag, Reststoffmenge, Zersetzung und Folgekultur ab. Hülsenfrüchte werden deshalb gezielt in Fruchtfolgen eingeplant.

Wie Zwischenfrüchte Ackerflächen zwischen zwei Hauptkulturen bedecken und welche Rolle Artenwahl, Erosionsschutz und Nährstoffbindung spielen, erklärt der Beitrag Zwischenfrüchte: Nutzen für Boden und Artenvielfalt.

Eiweiß aus der Hülse – vielseitig, pflanzlich, wertvoll

Die Bezeichnung „Hülsenfrüchte“ geht auf eine Besonderheit ihrer Fruchtform zurück. Die längliche Hülse schützt die Samen, bis sie reif sind, ähnlich wie eine natürliche Vorratskammer. Erst beim Dreschen öffnet sie sich und gibt ihren wertvollen Inhalt frei.

Die Samen im Inneren haben es in sich: Sie gehören zu den eiweißreichsten pflanzlichen Lebensmitteln. Sojabohnen liefern bis zu 38 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, Süßlupinen rund 32 Gramm. Damit sind sie wichtige Bausteine einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung.

Auch in ihrer Blüte zeigen Hülsenfrüchte eine ausgeklügelte Strategie: Die typischen Blüten, bestehend aus Fahne, Flügeln und Schiffchen, öffnen sich erst, wenn Bienen oder andere Insekten sie besuchen. Bei der Ackerbohne gelingt das zunächst nur kräftigen Hummeln. Erst danach erhalten auch kleinere Arten Zugang zu Nektar und Pollen – ein präzise abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Pflanze und Bestäuber.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

Über „DIE VIER VON HIER!“

„DIE VIER VON HIER! Körnerleguminosen aus Europa für eine nachhaltige Ernährung“ ist eine Absatzförderkampagne, die von der Europäischen Union finanziert wird mit den Zielen, Wissen über europäische Körnerleguminosen zu vermitteln, deren Image zu verbessern und damit Verhaltensänderungen bei den Konsumentinnen und Konsumenten hin zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung anzustoßen. Diese Kampagne wird von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. von Februar 2024 bis Januar 2027 in Deutschland und Österreich durchgeführt.

Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP):

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

ufop.de

Dieser Beitrag ist Teil des Themenfeldes: Hülsenfrüchte bilden die Basis der Ernährungswende.