Zwischenfrüchte bedecken Ackerflächen zwischen zwei Hauptkulturen. Sie können den Boden vor Erosion schützen, Nährstoffe binden und die Fruchtfolge vielfältiger machen.

Zwischenfrüchte werden nach der Ernte einer Hauptkultur und vor der Aussaat der nächsten angebaut. Typische Arten sind Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rauhafer, Leindotter, Sonnenblume, Buchweizen sowie Klee- und Wickenarten. Welche Einzelart oder Mischung passt, hängt unter anderem von Standort, Aussaatzeit, Fruchtfolge und dem gewünschten Zweck ab.
Schutz vor Erosion und Nährstoffverlusten
Eine Pflanzendecke bremst Regentropfen, vermindert Oberflächenabfluss und schützt besonders unbewachsene oder geneigte Flächen vor Bodenerosion. Die Wurzeln stabilisieren und durchlüften den Boden. Nach dem Abfrieren oder der gezielten Beendigung verbleiben Pflanzenreste als Mulch oder werden eingearbeitet und liefern organische Substanz.
Nicht-legume Zwischenfrüchte wie Senf oder Ölrettich nehmen im Boden verfügbaren Stickstoff auf. Dadurch kann weniger Nitrat in tiefere Bodenschichten verlagert werden. Wie viel Stickstoff gebunden wird, schwankt jedoch stark mit Pflanzenart, Bestand, Aussaattermin, Wetter und Boden; ein einzelner Hektarwert lässt sich nicht verallgemeinern. Leguminosen wie Klee oder Wicke können dagegen mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden.
Blütenangebot und Fruchtfolge
Blühende Bestände können Insekten zeitweise Nektar und Pollen bieten und Wildtieren Deckung geben. Ihr tatsächlicher Nutzen hängt von Artenwahl, Blühzeit, Landschaft und Bewirtschaftung ab. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft nennt Zwischenfrüchte außerdem als Möglichkeit, Fruchtfolgen zu erweitern und den Boden in vegetationsarmen Zeiten zu schützen.
Bei der Auswahl müssen Fruchtfolgekrankheiten und Schädlinge berücksichtigt werden. Kreuzblütler wie Senf und Ölrettich passen zum Beispiel nicht vor jede Rapsfruchtfolge. Auch Winterhärte und der spätere Umbruch unterscheiden sich: Manche Arten frieren zuverlässig ab, andere überwintern. Deshalb werden Mischungen standortbezogen geplant.
Wie Leguminosen mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden und welche Grenzen für die Stickstoffbereitstellung gelten, erläutert der Beitrag Wie Hülsenfrüchte Boden und Ernährung stärken.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 12. August 2026
Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV) / food-monitor
Rezept: Buchweizen-Linsen-Salat mit Ofengemüse
Zutaten für 4 Portionen
- 200 g Buchweizen in Lebensmittelqualität
- 200 g gegarte braune Linsen
- 2 Möhren
- 1 rote Paprika
- 1 kleine Zucchini
- 3 EL Rapsöl
- 2 EL Zitronensaft
- 2 EL gehackte Petersilie
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Buchweizen nach Packungsangabe garen und abkühlen lassen.
- Gemüse putzen, würfeln, mit 1 EL Öl mischen und bei 200 Grad Celsius etwa 20 Minuten backen.
- Buchweizen, Linsen und Gemüse mit dem übrigen Öl, Zitronensaft und Petersilie mischen und abschmecken.
Sicherheitshinweis: Ausschließlich für den menschlichen Verzehr angebotenen Buchweizen verwenden. Saatgut für landwirtschaftliche Zwecke kann behandelt sein und gehört nicht in die Küche.
Rezept: food-monitor / KI
