Kefir und Wasserkefir: Was sind die Unterschiede?

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Kefir ist ein leicht säuerliches, fermentiertes Milchprodukt.

Kefir
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Wegen seines frischen Geschmacks und seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist es sehr beliebt. Das Getränk wird aus Milch mit Hilfe von Kefirknollen hergestellt. „Diese bestehen aus probiotischen Milch- und Essigsäurebakterien und speziellen Hefen“, sagt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Die Mikroorganismen fermentieren die Milch zu fertigem Kefir. Dieser liefert neben Eiweiß auch B-Vitamine, Folsäure, Kalzium und weitere Mineralstoffe. Wasserkefir hingegen entsteht aus gesüßtem Wasser, Wasserkefirkristallen und getrockneten oder frischen Früchten. Auch hier übernehmen Mikroorganismen die Fermentation. Der fertige Wasserkefir schmeckt süß-säuerlich und erinnert an Kombucha. Seine Zusammensetzung hängt von Zutaten und Fermentationsbedingungen ab. Lebende Bakterien und Hefen allein belegen noch keinen gesundheitlichen Nutzen des jeweiligen Getränks; probiotische Wirkungen lassen sich nicht pauschal auf jeden Kefir übertragen.

Unterschiede im Alkohol- und Milchzuckergehalt

Klassisch fermentierter Kefir und Wasserkefir können Alkohol enthalten. Der Gehalt hängt unter anderem von den verwendeten Kulturen, den Zutaten sowie Gär- und Lagerbedingungen ab. Eine pauschale Spanne ist deshalb keine Garantie für ein bestimmtes Produkt.

Längere Lagerung macht Wasserkefir nicht verlässlich alkoholfrei. Wer Alkohol vollständig vermeiden möchte, sollte sich nicht auf die Lagerdauer verlassen. Die Fachinformation zur Sicherheit fermentierter Kefirgetränke fordert eine Kontrolle des Alkoholgehalts bis zum Ende der Haltbarkeit. Je nach Verfahren können Mikroorganismen weiterhin Alkohol bilden oder abbauen; ausschlaggebend ist der nachgewiesene Gehalt des konkreten Produkts.

Bei „Kefir mild“ werden andere Starterkulturen eingesetzt; dadurch entsteht in der Regel weniger bis kein Alkohol. Für einen vollständigen Verzicht ist eine verlässliche Herstellerangabe zum konkreten Produkt maßgeblich.

Milchkefir enthält trotz Fermentation weiterhin Milchzucker und ist nicht automatisch laktosefrei. Ob er bei Laktoseintoleranz vertragen wird, hängt vom Restgehalt, der verzehrten Menge und der individuellen Verträglichkeit ab. Wasserkefir aus Wasser, Zucker und Früchten enthält dagegen von seinen Grundzutaten her keine Laktose.

 

Rezept von food-monitor:

Kefir-Bowl mit Haferflocken, Beeren und Nüssen

Zubereitungszeit: ca. 5 Minuten

Portionen: 1 Person

Zutaten

  • 200 ml Kefir (gekühlt)
  • 50 g Haferflocken (feinblatt oder kernig)
  • 1 EL Chiasamen oder geschrotete Leinsamen
  • 100 g frische Beeren (z. B. Heidelbeeren, Himbeeren)
  • 20 g Walnüsse oder Mandeln (grob gehackt)
  • 1 TL Honig (optional, je nach gewünschter Süße)

Zubereitung

  1. Basis einfüllen: Die Haferflocken zusammen mit den Chia- oder Leinsamen in eine tiefere Schale geben.
  2. Kefir hinzugeben: Den gekühlten Kefir gleichmäßig über die Haferflocken gießen.
  3. Toppings anrichten: Die frischen Beeren waschen, trocken tupfen und zusammen mit den gehackten Nüssen auf dem Kefir verteilen.
  4. Süßen: Nach Bedarf vor dem Verzehr mit etwas Honig beträufeln.

Nährwert-Hinweis

Kefir liefert durch den Fermentationsprozess natürliche Milchsäurebakterien. In Kombination mit den Ballaststoffen aus den Haferflocken und den ungesättigten Fettsäuren der Nüsse ergibt sich eine ausgewogene Mahlzeit.

Quelle: verbraucherzentrale.bayern