Der Tag des Deutschen Apfels am 11. Januar würdigt Sortenvielfalt, Genuss und den heimischen Obstbau.

Der bundesweite Aktionstag wird jährlich am 11. Januar begangen. Er lenkt den Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung des Apfelanbaus, die Vielfalt alter und neuer Sorten und den bewussten Einkauf. Die Ausgabe 2026 wurde unter anderem mit einer Drohnenshow am Dresdner Elbufer und Aktionen im Handel begleitet.
Apfelanbau in Deutschland
Äpfel sind das mengenmäßig wichtigste Baumobst im deutschen Marktobstbau. Nach den endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 rund 1,138 Millionen Tonnen Äpfel auf etwa 32.700 Hektar geerntet. Drei Viertel der Erntemenge waren als Tafelobst vorgesehen. Bedeutende Anbaugebiete liegen unter anderem am Bodensee und im Alten Land.
Die Erntemenge schwankt von Jahr zu Jahr. Blütezeit, Frost, Hagel, Trockenheit, Krankheiten und Schädlingsdruck wirken sich ebenso aus wie Standort, Sorte und Bewirtschaftung. Eine einzelne gute oder schlechte Ernte erlaubt deshalb keine langfristige Bewertung des Obstbaus.
Alte und neue Apfelsorten ergänzen sich
Alte Sorten sind nicht pauschal besser oder schlechter als moderne Züchtungen. Manche überzeugen durch ein besonderes Aroma, regionale Anpassung oder eine breite genetische Vielfalt. Andere sind krankheitsanfällig, schlecht lagerfähig oder nur für bestimmte Standorte geeignet. Moderne Züchtung kann Resistenzen, gleichmäßige Erträge, Lagerfähigkeit und gewünschte Geschmackseigenschaften verbinden. Auch neue Sorten müssen sich jedoch im praktischen Anbau bewähren.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher lohnt sich das Probieren: Säuerliche Äpfel wie Boskoop eignen sich häufig gut zum Backen, feste Sorten bleiben im Salat knackig, und ausgewogen süß-säuerliche Sorten sind beliebte Tafeläpfel. Die Beiträge „Apfelvielfalt entdecken und schmecken: Bunt, knackig, saftig und frisch“ und „Die Frühäpfel sind reif!“ stellen weitere Sorten- und Saisontipps vor.
Was steckt im Apfel?
Äpfel bestehen überwiegend aus Wasser und liefern Kohlenhydrate, Ballaststoffe wie Pektin sowie unterschiedliche Mengen an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Der genaue Gehalt hängt unter anderem von Sorte, Reife und Lagerung ab. Viele Inhaltsstoffe sitzen in oder direkt unter der Schale. Deshalb können unbeschädigte Äpfel nach gründlichem Waschen mit Schale gegessen werden.
Die Redewendung „An apple a day keeps the doctor away“ ist kein medizinisches Versprechen. Äpfel können Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, verhindern aber weder zuverlässig einzelne Krankheiten noch ersetzen sie eine Behandlung. Menschen mit einer Apfelallergie sollten ihre individuelle Verträglichkeit beachten; auch alte Sorten sind nicht garantiert allergenarm.
Regional ist nicht automatisch immer klimafreundlicher
Kurze Transportwege sind ein Vorteil, reichen für einen pauschalen Klimavergleich aber nicht aus. Anbauweise, Ertrag, Kühlung, kontrollierte Atmosphäre, Lagerdauer, Verpackung und Einkaufsfahrt beeinflussen die Bilanz ebenfalls. Während der heimischen Erntesaison und in den ersten Lagermonaten sind Äpfel aus der Region meist eine naheliegende Wahl. Gegen Ende der Lagerzeit sollte die Gesamtbilanz im Einzelfall betrachtet werden.
Beim Einkauf auf feste, unbeschädigte Früchte achten. Äpfel kühl, dunkel und getrennt von empfindlichem Obst und Gemüse lagern, denn sie geben das Reifegas Ethylen ab. Druckstellen können großzügig ausgeschnitten werden; schimmelige Äpfel gehören vollständig entsorgt.
Weiterführend: Kann man das Kerngehäuse beim Apfel mitessen?.
Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO), geerntet-in-deutschland.de / food-monitor / KI
Rezept: Warmer Apfel-Hafer-Auflauf mit Zimt

Zutaten für 4 Portionen
- 3 säuerliche Äpfel (etwa 500 g)
- 180 g kernige Haferflocken
- 400 ml Milch
- 2 frische Eier (Größe M)
- 1 TL Zimt
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 2 EL flüssiger Honig
- 10 g Butter
- 1 Prise Salz
- 200 g Naturjoghurt
Zubereitung
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen. Eine Auflaufform von etwa 20 × 25 cm mit Butter einfetten.
- Äpfel unter fließendem Wasser gründlich waschen und trockenreiben. Schadhafte Stellen entfernen, Äpfel vierteln und die Kerngehäuse herausschneiden. Zwei Äpfel würfeln, den dritten in dünne Spalten schneiden.
- Haferflocken, Milch, Eier, Zimt, Vanillezucker, 1 EL Honig und Salz gründlich verrühren. Apfelwürfel unterheben und die Masse in die Form füllen. Nach Kontakt mit rohem Ei Hände und Arbeitsgeräte reinigen.
- Apfelspalten auflegen und mit dem übrigen Honig beträufeln. Den Auflauf auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen, bis die Masse vollständig gestockt und die Oberfläche goldbraun ist.
- Auflauf 10 Minuten ruhen lassen, in vier Portionen teilen und mit Naturjoghurt servieren.
Serviervorschlag: Der Auflauf schmeckt warm zum Frühstück oder als unkompliziertes Dessert.
Allergene: Gluten (Hafer; bei Zöliakie ausdrücklich glutenfreie Haferflocken verwenden), Milch und Ei.
Aufbewahrung: Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbrauchen. Vor dem Essen vollständig durcherhitzen.
Rezept: food-monitor / KI
