Die Zwiebel: Sorten, Verwendung und Lagerung

Zwiebeln geben Suppen, Saucen, Salaten, Schmorgerichten und Aufläufen Würze. Beim Garen wird ihre Schärfe milder, gleichzeitig treten süßliche Aromen stärker hervor.
Welche Zwiebelsorte passt wozu?
Braune Speisezwiebeln sind kräftig und vielseitig. Sie eignen sich zum Braten, Schmoren und für Suppen.
Weiße Zwiebeln schmecken meist milder. Sie passen zu hellen Saucen, Füllungen und Salaten.
Rote Zwiebeln bringen Farbe sowie eine mild-scharfe bis leicht süßliche Note. Sie werden häufig roh, eingelegt oder kurz gegart verwendet.
Gemüsezwiebeln sind besonders groß und vergleichsweise mild. Sie lassen sich gut füllen oder als eigenständiges Gemüse zubereiten.
Lauch- oder Frühlingszwiebeln werden mit dem frischen Grün verwendet. Sie sind weniger lagerfähig als trockene Speisezwiebeln.
Schalotten haben ein feines, würziges Aroma und eignen sich besonders für Saucen, Dressings und Schmorgerichte.
Warum Zwiebeln beim Schneiden reizen
Werden Zwiebelzellen verletzt, entstehen aus schwefelhaltigen Vorstufen flüchtige Reizstoffe. Sie gelangen an die Augen und lösen Tränen aus. Ein scharfes Messer, gute Lüftung und zügiges Schneiden können die Belastung verringern. Die häufige Erklärung, Alliin werde dabei zu Allicin, trifft auf die tränenauslösende Verbindung der Speisezwiebel nicht korrekt zu.
Einkauf und Lagerung
Trockene Speisezwiebeln sollten fest sein und eine unbeschädigte, raschelnde Schale haben. Sie lagern am besten kühl, dunkel, trocken und luftig. Feuchte Keller und geschlossene Plastikbeutel sind ungeeignet. Angeschnittene Zwiebeln kommen abgedeckt in den Kühlschrank und werden bald verbraucht.
Frühlingszwiebeln gehören in das Gemüsefach und sollten ebenfalls zügig verwendet werden. Weitere saisonale Hinweise bietet „Heimische Sommerzwiebeln starten in die Saison“.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) / food-monitor
Rezept: Gefüllte Gemüsezwiebeln mit Linsen und Bulgur

Zutaten für 4 Portionen
- 4 große Gemüsezwiebeln (je etwa 250 g)
- 100 g grüne oder braune Linsen
- 100 g Bulgur
- 1 Möhre
- 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Rapsöl
- 1 TL getrockneter Thymian
- 120 g geriebener Käse
- Salz und schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Zwiebeln schälen und im Ganzen in einem großen Topf mit kochendem Wasser 15 Minuten vorgaren. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und oben jeweils einen Deckel abschneiden. Das Innere vorsichtig herauslösen, sodass zwei bis drei Zwiebelschichten als Hülle stehen bleiben.
- Die Linsen mit 300 ml Gemüsebrühe aufkochen und 15 Minuten garen. Bulgur zufügen und weitere 10 Minuten bei niedriger Hitze quellen lassen. Falls nötig, überschüssige Flüssigkeit abgießen.
- Etwa die Hälfte des ausgelösten Zwiebelfleischs fein hacken. Die Möhre schälen und klein würfeln. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Möhre darin 5 Minuten anbraten. Thymian und 200 g gehackte Tomaten zufügen und 5 Minuten köcheln lassen.
- Linsen und Bulgur unter das Gemüse mischen. 60 g Käse einrühren und die Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die übrigen gehackten Tomaten mit den restlichen 200 ml Gemüsebrühe in eine Auflaufform geben. Die Zwiebeln hineinsetzen, mit der Linsen-Bulgur-Mischung füllen und mit dem übrigen Käse bestreuen.
- Die gefüllten Zwiebeln auf der mittleren Schiene 35 Minuten backen, bis sie weich und goldbraun überbacken sind.
Serviervorschlag: Die Tomatensoße aus der Form beim Servieren über die Zwiebeln geben.
Allergene: Enthält Gluten (Bulgur) und Milch. Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten; Kennzeichnung beachten.
Rezept: food-monitor / KI
