Pandanblätter verleihen Reis, Currys und Desserts ein nussig-heuartiges Aroma und eine natürliche grüne Farbe. Verwendet wird vor allem die Art Pandanus amaryllifolius.

Pandan, auch duftender Schraubenbaum genannt, ist in vielen Küchen Südostasiens verbreitet. Die langen Blätter werden als Gewürz genutzt. Ihr Duft erinnert an frisches Heu, Nüsse und in manchen Zubereitungen an Vanille; deshalb ist auch die Bezeichnung „ostasiatische Vanille“ gebräuchlich. Botanisch ist Pandan jedoch nicht mit der Vanille verwandt.
Für Kuchen und andere Süßspeisen werden die Blätter zerkleinert und ausgepresst. Das Chlorophyll im Saft färbt Speisen grün. Wie kräftig die Farbe ausfällt, hängt von Blattmenge und Verarbeitung ab; besonders leuchtend grüne Fertigprodukte können zusätzlich Farbstoff enthalten.
Ganze Blätter mitgaren oder Saft gewinnen
Ganze Pandanblätter können verknotet und mit Reis, Suppen oder Currys gegart und vor dem Servieren entfernt werden. Die faserigen Blätter sind nicht für den direkten Verzehr gedacht. Das staatliche National Parks Board Singapore nennt Pandanus amaryllifolius als kulinarisch genutzte Art und beschreibt Blattsaft als Aroma für Tee und Desserts.
Für einen grünen Extrakt werden Küchen-Pandanblätter gewaschen, klein geschnitten, mit wenig Wasser fein püriert und anschließend durch ein sehr feines Sieb oder sauberes Tuch gepresst. Nur ausdrücklich als Lebensmittel angebotene Blätter verwenden; Zierpflanzen oder nicht sicher bestimmte Pandanus-Arten sind kein Ersatz.
Einkauf und Verwendung
In Deutschland ist Pandan meist tiefgekühlt, als Paste, Extrakt oder Aroma erhältlich. Tiefgekühlte Blätter im Kühlschrank auftauen und nach dem Öffnen zügig verarbeiten. Bei Pasten und Aromen lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, denn sie können Zucker, Farbstoffe oder andere Aromen enthalten.
Pandan passt zu Kokosmilch, Mango, Klebreis, Milchreis, Gebäck und Eis sowie zu herzhaften Reis-, Fisch- und Geflügelgerichten. Einen Überblick zu Reissorten, Zubereitung und sicherer Aufbewahrung bietet der Beitrag Reis: Sorten, Verarbeitung, Nährwerte und Sicherheit.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de / food-monitor
Rezept: Pandan-Kokos-Milchreis mit Mango

Zutaten für 4 Portionen
- 5 tiefgekühlte Pandanblätter in Lebensmittelqualität (etwa 40 g), aufgetaut
- 150 ml lauwarmes Wasser
- 400 ml Kokosmilch
- 300 ml Vollmilch
- 250 g Milchreis
- 50 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 reife Mango
- 30 g Kokoschips
Zubereitung
- Die Pandanblätter im Kühlschrank auftauen und gründlich waschen. In kurze Stücke schneiden und mit dem lauwarmen Wasser im Standmixer sehr fein pürieren. Die Masse durch ein sauberes Küchentuch drücken und etwa 100 ml Pandansaft auffangen. Die festen Blattreste entsorgen.
- Pandansaft, Kokosmilch, Vollmilch, Milchreis, Zucker und Salz in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen.
- Die Hitze stark reduzieren und den Milchreis zugedeckt 25 bis 30 Minuten sanft quellen lassen. Alle 3 bis 4 Minuten umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt. Der Reis soll weich und cremig sein.
- Währenddessen die Kokoschips in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Aufsicht 2 bis 3 Minuten goldbraun rösten und sofort herausnehmen. Die Mango vor dem Schälen waschen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln.
- Den fertigen Milchreis vom Herd nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Falls er zu fest ist, esslöffelweise etwas Wasser oder Milch unterrühren.
Serviervorschlag: Den Pandan-Kokos-Milchreis warm in Schalen füllen und mit Mangowürfeln und Kokoschips anrichten. Für die kalte Variante den Milchreis zügig abkühlen und bis zum Servieren abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Allergene: Enthält Milch.
Lebensmittelsicherheit: Nur Pandanblätter verwenden, die ausdrücklich als Lebensmittel verkauft werden; die faserigen Blattreste nicht mitessen. Milchreisreste rasch abkühlen, bei höchstens 7 °C lagern und innerhalb eines Tages verzehren. Zum Warmverzehr einmal vollständig durcherhitzen.
Rezept: food-monitor / KI
