Schwarzer Rettich ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse.

Er ist mit Meerrettich, Radieschen, Senf, Pak Choi und anderen Kohlarten verwandt. Im Gegensatz zu seinem weißen Pendant kann er leichten Frost vertragen und ist im Herbst und zu Beginn des Winters erntereif. Schwarzer Rettich enthält unter anderem Vitamin C und Glucosinolate. Beim Zerkleinern entstehen daraus scharf schmeckende Senfölverbindungen. Gehalt und Schärfe unterscheiden sich je nach Sorte, Anbau, Lagerung und Zubereitung.
Traditionell wird schwarzer Rettich mit Honig oder Zucker auch als Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden verwendet. Daraus lässt sich jedoch weder eine gesicherte schleimlösende Wirkung noch ein Ersatz für eine medizinische Behandlung ableiten. Honig ist für Säuglinge unter zwölf Monaten ungeeignet.
Verwendung in der Küche
Gründlich gewaschen kann schwarzer Rettich auch mit Schale verwendet werden. Meistens wird er jedoch geschält. Das feste weiße Fleisch schmeckt roh geraspelt mit Apfel in einem winterlichen Salat. Wem die Senfölverbindungen zu scharf sind, kann den Rettich etwas einsalzen. Warum Salz Wasser entzieht und die Schärfe milder erscheinen lässt, erklärt der Beitrag Warum wird Rettich gesalzen?. Auch beim Garen verliert sich ein Teil der Schärfe. Gekocht passt schwarzer Rettich mit anderen Wurzelgemüsen in Suppen oder eignet sich als würzige Beilage zu Fleischgerichten.
Quelle: Verbraucherzentrale Bayern
