Immer wieder ist zu lesen, dass Milch ein „Kalziumräuber“ sei.
Als Argument wird häufig angeführt, Osteoporose trete in Ländern mit geringem Verzehr von Milchprodukten seltener auf. Außerdem heißt es, Calcium aus Kuhmilch sei für Menschen schlecht verfügbar und Milcheiweiß erhöhe die Calciumausscheidung.
Die pauschale Behauptung, Milch entziehe den Knochen Calcium, ist jedoch nicht haltbar. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind Milch und Milchprodukte gute Calciumquellen, deren Calcium der Körper gut verwerten kann. Auch grünes Gemüse, Nüsse, Samen und calciumreiches Mineralwasser tragen zur Versorgung bei. Bei manchen pflanzlichen Lebensmitteln können Oxalsäure und Phytate die Aufnahme vermindern; das lässt sich nicht auf pflanzliche Lebensmittel insgesamt übertragen.
Auch die Aussage, Milcheiweiß mache Milch zum „Kalziumräuber“, greift zu kurz. Für die Knochengesundheit zählt die gesamte Ernährung. Neben einer ausreichenden Calcium- und Proteinversorgung sind vor allem Vitamin D und regelmäßige körperliche Aktivität wichtig.
Osteoporose hat viele mögliche Ursachen und Risikofaktoren. Dazu gehören unter anderem höheres Lebensalter, weibliches Geschlecht, Untergewicht, frühere Knochenbrüche, Calcium- oder Vitamin-D-Mangel, Bewegungsmangel, Rauchen, starker Alkoholkonsum und eine längerfristige Einnahme von Kortison. Ein einfacher Vergleich einzelner Länder kann deshalb nicht belegen, dass Milch Osteoporose verursacht.
Milch und Milchprodukte können eine ausgewogene Ernährung unterstützen, sind aber nicht die einzige Möglichkeit, den Calciumbedarf zu decken. Wer sie nicht verträgt oder bewusst darauf verzichtet, sollte andere Calciumquellen gezielt auswählen und bei Pflanzendrinks auch auf die Versorgung mit Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 achten.
Ursprünglicher Beitrag: Dr. Claudia Müller, Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg
Redaktionell aktualisiert: food-monitor, August 2026. Fachliche Einordnung nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und gesund.bund.de.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und gesund.bund.de / food-monitor
Rezept: Beeren-Ofenpfannkuchen

Zutaten für 4 Portionen
- 3 Eier
- 250 ml Milch
- 120 g Weizenmehl
- 1 EL Zucker
- 1 TL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 20 g Butter für die Form
- 150 g gemischte Himbeeren und Heidelbeeren
- 1 EL Puderzucker
- 150 g Naturjoghurt
Zubereitung
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen. Eine etwa 24 × 30 cm große Auflaufform mit der Butter ausstreichen.
- Eier, Milch, Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
- Den Teig in die vorbereitete Form gießen. Beeren gleichmäßig darauf verteilen.
- Auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten backen, bis der Ofenpfannkuchen aufgegangen und goldbraun ist.
- Fünf Minuten abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und in vier Portionen schneiden.
Serviervorschlag: Den Ofenpfannkuchen noch warm mit Naturjoghurt servieren.
Rezept: food-monitor / KI
