Energydrinks bei Jugendlichen: Was die Forsa-Umfrage 2024 zeigt

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29 Prozent nannten mindestens monatlichen Konsum

Forsa befragte von Juli bis September 2024 im Auftrag von foodwatch 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in Deutschland zu Energydrinks. Acht Prozent gaben an, die Getränke mehrmals pro Woche zu trinken, zwei Prozent täglich. Weitere 19 Prozent nannten einen Konsum mehrmals im Monat.

Die häufig verwendete Formulierung „fast jeder Dritte trinkt regelmäßig Energydrinks“ fasst diese Gruppen zusammen. Dabei bedeutet „regelmäßig“ in dieser Darstellung bereits mehrmals im Monat. Täglicher Konsum wurde von zwei Prozent angegeben.

Die Umfrage beschreibt Selbstauskünfte zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie misst weder die tatsächlich getrunkene Menge noch Koffeindosis, Dosengröße oder gesundheitliche Folgen. Außerdem wurde sie von einer Organisation beauftragt, die eine gesetzliche Altersgrenze fordert. Die Zahlen sind deshalb getrennt von der politischen Bewertung zu betrachten.

Entscheidend ist die Koffeinmenge je Körpergewicht

Ein typischer Energydrink enthält 32 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter. Eine 250-Milliliter-Dose liefert damit etwa 80 Milligramm, eine 500-Milliliter-Dose etwa 160 Milligramm Koffein.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält bei Kindern und Jugendlichen einzelne Koffeinmengen bis 3 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht für gesundheitlich unbedenklich. Für einen Jugendlichen mit 50 Kilogramm entspricht das 150 Milligramm. Eine große Dose kann diesen Wert bereits leicht überschreiten.

Koffein kann vorübergehend Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen, Unruhe auslösen und den Schlaf beeinträchtigen. Das Risiko steigt bei hohen Mengen, schnellem Trinken, sportlicher Belastung oder einer individuellen Empfindlichkeit. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Medikamenten sollten besonders vorsichtig sein.

Zucker und Mischkonsum mitbedenken

Zuckerhaltige Energydrinks liefern zusätzlich viel freien Zucker und Energie. Zuckerfreie Varianten vermeiden diese Zuckermenge, ändern aber nichts am Koffeingehalt. Besonders problematisch ist die Kombination mit Alkohol, weil Koffein die wahrgenommene Müdigkeit überdecken kann, ohne die alkoholbedingte Beeinträchtigung zu beseitigen.

Einzelne Fallberichte bringen sehr hohe Aufnahmemengen mit Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfällen in Verbindung. Daraus folgt nicht, dass jede Dose solche Ereignisse auslöst. Für die Risikobewertung sind Menge, Körpergewicht, Vorerkrankungen und Begleitumstände entscheidend.

Altersgrenze ist eine politische Forderung

foodwatch fordert ein Verkaufsverbot an Minderjährige. Andere Organisationen und Fachleute sprechen sich für eine Grenze von 16 oder 18 Jahren aus. In Deutschland besteht bislang keine allgemeine gesetzliche Altersgrenze. Wie ein anderes Land vorgeht, zeigt der Beitrag „Energydrinks unter 16: England beschließt Verkaufsverbot“. Die politische Entscheidung muss gesundheitliche Evidenz, Umsetzbarkeit und Jugendschutz gemeinsam berücksichtigen.

Die Tabellen der Forsa-Umfrage zeigen die Antwortverteilung. Eine ausführliche gesundheitliche Einordnung bietet der Beitrag Energydrinks bei Jugendlichen: Konsum, Koffein und Risiken.

Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: foodwatch / food-monitor / KI