Ceylon- und Cassia-Zimt unterscheiden

Ceylon- und Cassia-Zimt unterscheiden sich in Herkunft, Rindenaufbau, Aroma und vor allem im Cumaringehalt. Ceylon-Zimt enthält üblicherweise deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt.
Bei Stangen ist die Unterscheidung häufig sichtbar: Ceylon-Zimt besteht aus mehreren dünnen, ineinander gerollten Rindenschichten. Cassia-Zimt bildet meist eine einzelne dickere Rindenschicht. Bei gemahlenem Zimt ist eine sichere optische Unterscheidung nicht möglich; hier ist eine eindeutige Sortenangabe auf der Verpackung entscheidend.
Keine pauschale Teelöffelgrenze
Cumarin kann bei besonders empfindlichen Menschen die Leber schädigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 0,1 Milligramm Cumarin je Kilogramm Körpergewicht. Daraus lässt sich keine allgemeine Empfehlung wie „höchstens ein halber Teelöffel Zimt täglich“ ableiten: Körpergewicht, Zimtsorte und Cumaringehalt unterscheiden sich.
Wer häufig oder in größeren Mengen Zimt verwendet, sollte eindeutig gekennzeichneten Ceylon-Zimt wählen. Bei gelegentlichen kleinen Mengen Cassia-Zimt ist nicht automatisch ein Gesundheitsrisiko zu erwarten.
Warum die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge und gesetzliche Produkthöchstgehalte nicht dasselbe sind, erklärt Cumarin in Zimt: TDI und Höchstgehalte richtig einordnen.
Eine ausführliche Einordnung mit Rechenbeispiel, Kennzeichnung, Lagerung und Rezept bietet Zimt für die Adventsbäckerei: Ceylon- oder Cassia-Zimt?.
