TV-Berichterstattung über die Lebensmittelbranche wird von Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen bestimmt 

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Engel & Zimmermann wertet fast 300 Fernsehsendungen aus dem Jahr 2024 aus .

Während im politischen Diskurs die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zeiten internationaler Konflikte, der Migrationsdebatte und der konjunkturellen Eintrübung zunehmend in den Hintergrund gerückt sind, spiegelt sich dieser Trend in der TV-Berichterstattung über die Lebensmittelbranche nicht wider. Kein Thema wurde im vergangenen Jahr von den deutschen Fernsehsendern im Zusammenhang mit Lebensmitteln  und Ernährung häufiger behandelt als Nachhaltigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Kommunikationsberatung Engel & Zimmermann (E&Z), in die 277 TV-Sendungen  im Jahr 2024 einflossen. Eine weitere wichtige Erkenntnis: Die Lebensmittelbranche bleibt  unter kritischer Beobachtung. Mehr als 200 Sendungen wiesen eine kritische Tonalität auf,  also im Schnitt vier pro Woche. „Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits seit Jahren Bestandteil unserer Auswertungen ist: Nach wie vor wird von den Sendern die Qualität von Lebensmitteln in Frage gestellt und das Bild einer Branche gezeichnet, die trickst“, sagt Christian Wolfram, Leiter Beratung bei E&Z.

Themen: Umwelt & Nachhaltigkeit besonders häufig und besonders kritisch In den Themenkomplex „Umwelt & Nachhaltigkeit“ sortierte E&Z Beiträge, die sich mit den  Themen Umwelt- und Klimaschutz beschäftigten, oder etwa mit den Folgen der industriellen  Landwirtschaft auf die Umwelt. Beispiele hierfür sind die ARD-Doku „Wie wir Landwirtschaft nachhaltiger machen“ oder „Lebensmittelverschwendung – Tonne statt Teller“. Auffällig:  Wenn es um Umwelt und Nachhaltigkeit geht, sind die Beiträge fast immer als kritisch zu  bewerten. Das bedeutet, dass der Titel der Sendung oder die Sendungsbeschreibung auf einen kritischen Inhalt schließen lassen. Bei den Qualitäts- und Geschmackstests, der Themenkategorie mit den meisten Beiträgen, ist das Verhältnis etwas ausgewogener. Zwar do minieren auch hier Beiträge wie „Olivenöle aus dem Supermarkt – Was steckt wirklich drin?“,  es gibt aber auch klassische Verbraucherstücke, die keine kritische Tonalität aufweisen (s.  Grafik 1 im Anhang). „Die Sender spielen mit dem bewährten Gegensatz von Gut vs. Böse,  Groß vs. Klein oder Teuer vs. Günstig“, analysiert Christian Wolfram. „Und natürlich haben  wir auch im vergangenen Jahr wieder jede Menge Sendungen entdeckt, in denen es um  vermeintliche ‚Tricks‘ der Industrie ging, die die Sender im Sinne der Verbraucher aufdeckten.“

Branchen: Landwirtschaft vorn, Einzelbranchen weniger stark im Fokus

Im Ranking der Branchen dominiert das Feld „Landwirtschaft“, ein Trend, der sich bereits bei  der vorangegangenen Untersuchung des Jahres 2022 zeigte. Thematisch spielten die Sen der hier besonders viele unterschiedliche Themen – von Umwelt- und Klimaschutz in Verbindung mit der Landwirtschaft über Fragen der Tierhaltung bis hin zu den Arbeitsbedingungen und den beruflichen Perspektiven der Landwirte.

Einzelne Branchen stehen weniger im Fokus der Berichterstattung. „Das war in früheren Jah ren anders, als beispielsweise über die Fleischbranche besonders häufig und kritisch berich tet wurde“, so Christian Wolfram. Auffällig sei auch, dass solche Branchenberichte viel sel tener eindeutig kritisch seien als Sendungen, die sich mit der Nahrungsmittelbranche oder

Lebensmittelwirtschaft im Allgemeinen beschäftigen (s. Grafik 2 im Anhang). Beispiele hier für sind „Gesund gemogelte Lebensmittel“ oder „Die Tricks mit dem Mindesthaltbarkeitsda tum“.

Fazit: Bedeutung von TV bleibt hoch – auf den richtigen Umgang kommt es an Die meisten der von E&Z erfassten Sendungen wurden von den Sendern des Öffentlich rechtlichen Rundfunks ausgestrahlt. „Bei vielen dieser Formate können wir aufgrund der  einseitigen Ausrichtung unseren Kunden nur davon abraten, sich mit einem Statement vor  der Kamera am Beitrag zu beteiligen“, berichtet Christian Wolfram. Es gebe aber auch Möglichkeiten einer positiven Positionierung im Massenmedium TV. „Hier gilt es immer, den Aufwand und den Nutzen abzuwägen – denn Dreharbeiten in der Lebensmittelherstellung  sind aufgrund der Hygienevorgaben aufwändig. Zudem muss man die Formate genau kennen, um einschätzen zu können, welche Art von Beitrag uns erwartet.“ E&Z verfügt über die  Erfahrung und die Kontakte in die Redaktionen, um Unternehmen auf diesem Gebiet professionell beraten und begleiten zu können.

Über das TV-Monitoring

Über das gesamte Jahr hinweg hat Engel & Zimmermann im Fernsehen ausgestrahlten Beiträge – Verbrauchermagazine, Reportagen, Talkshows, Dokumentationen und weitere Formate quer über alle  Fernsehsender – rund um die Lebensmittelindustrie ausgewertet. Die tagesaktuelle Berichterstattung  wurde nicht mitgezählt. Insgesamt flossen diesmal 277 TV-Beiträge in die Auswertung ein. Ein be sonderer Service der Unternehmensberatung für Kommunikation ist der wöchentliche TV-Newsletter,  in dem food-relevante Sendungen angekündigt werden. Dieser wird jeden Montag erstellt. Interessenten können sich über diesen kostenlosen TV-Newsletter unter c.wolfram@engel-zimmermann.de informieren.

Anmeldungen sind auch über die Webseite www.engel-zimmermann.de möglich.

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