Schweinehaltung: Warum geben immer mehr Betriebe auf?

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Die Schweinehaltung in Deutschland steckt in einer tiefen Krise. Immer mehr Betriebe geben auf – die Gründe dafür sind vielfältig.

Lange Zeit war die deutsche Schweinehaltung auf Wachstum, niedrige Produktionskosten und Export ausgerichtet. Heute steckt die Branche in der Krise: Immer mehr Betriebe geben auf – in den vergangenen 15 Jahren hat sich ihre Zahl mehr als halbiert. Die Ursachen dieses tiefgreifenden Strukturwandels im Überblick.

In Kürze

Über Jahrzehnte war die Schweinehaltung auf Wachstum, niedrige Produktionskosten und internationalen Wettbewerb ausgerichtet – ein Modell, das den heutigen Strukturwandel mit geprägt hat.

Die Zahl der Schweinehaltungsbetriebe in Deutschland ist stark rückläufig; die Produktion konzentriert sich auf immer weniger und größere Höfe.
Steigende Umwelt- und Tierschutzauflagen erhöhen den wirtschaftlichen Druck, insbesondere in der Sauenhaltung.

Bürokratische Hürden, unklare politische Rahmenbedingungen und die fehlende Zahlungsbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher für mehr Tierwohl bremsen die Investitionsbereitschaft.
Tierseuchen, Corona-Pandemie sowie fehlende Hofnachfolger und Fachkräfte verschärften die Situation zusätzlich.

Kaum ein anderer Bereich der Landwirtschaft befindet sich derzeit so stark im Umbruch wie die Schweinehaltung. Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland nur noch rund 15.250 schweinehaltende Betriebe – das sind über 54 Prozent weniger als im Jahr 2010.

Die Zahl der gehaltenen Schweine ist im selben Zeitraum ebenfalls zurückgegangen, allerdings nicht so stark wie die Zahl der Betriebe. Das zeigt: Während einige Betriebe aufgeben, erhöht sich die Zahl der gehaltenen Tiere in anderen. Die Folge sind insgesamt weniger, aber größere Höfe. Hielten die Betriebe 2010 durchschnittlich noch etwa 900 Tiere, waren es 2025 rund 1.400.

Am stärksten betroffen ist die Sauenhaltung, also jener Bereich, aus dem die Ferkel für die spätere Mast stammen. Hier ist die Zahl der Betriebe zwischen 2010 und 2025 um rund 70 Prozent zurückgegangen. Doch auch die Schweinemast ist deutlich vom Strukturwandel betroffen. Seit 2010 hat sich die Zahl der Mastbetriebe mehr als halbiert.

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