Baharat ist eine aromatische Gewürzmischung, deren Zusammensetzung je nach Region, Haushalt und Verwendungszweck variiert.

Das arabische Wort „Baharat“ bedeutet Gewürze. Unter diesem Namen sind in den Küchen Westasiens und Nordafrikas zahlreiche Mischungen verbreitet. Ein verbindliches Rezept gibt es nicht. Häufig enthalten sie schwarzen Pfeffer, Paprika, Koriander, Kreuzkümmel, Gewürznelken, Kardamom, Muskat und Zimt; je nach Variante können auch Piment, Chili, Ingwer oder Sternanis hinzukommen.
Baharat passt zu Gemüsepfannen, Suppen, Soßen, Eintöpfen sowie zu Marinaden für Fleisch oder Fisch. Auch Bulgur und Couscous lassen sich damit würzen. Die kräftige Mischung zunächst sparsam dosieren und nach Bedarf ergänzen, damit die Aromen der übrigen Zutaten erkennbar bleiben.
In vielen Varianten von Kibbeh trifft gewürzter Bulgur auf Fleisch, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Je nach Rezept ergänzen Joghurt, frische Kräuter oder Granatapfel das Gericht. Auch ein Joghurtdip mit Minze oder Petersilie harmoniert mit Baharat und Ofengemüse.
Wer Baharat selbst mischt, kann die Gewürze kurz ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und frisch mahlen. Bei gekauften Produkten zeigt die Zutatenliste, ob außer Gewürzen beispielsweise Salz, Aromen oder weitere Zutaten enthalten sind. Hinweise zur Auswahl und sicheren Aufbewahrung bietet das Bundeszentrum für Ernährung. Gewürze trocken, sauber, luftdicht und vor Licht geschützt lagern. Für Aroma und Qualität sind das Mindesthaltbarkeitsdatum sowie Geruch und Geschmack aussagekräftiger als eine pauschale Aufbewahrungsdauer.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de / food-monitor
Rezept: Baharat-Ofengemüse mit Kichererbsen und Minz-Joghurt

Zutaten für 4 Portionen
- 600 g kleine festkochende Kartoffeln
- 2 Möhren
- 1 Zucchini
- 1 rote Paprikaschote
- 1 Dose Kichererbsen (240 g Abtropfgewicht)
- 3 EL Olivenöl
- 2 TL Baharat
- Salz
- 250 g Naturjoghurt
- 1 unbehandelte Zitrone
- 2 EL fein gehackte Minze
- 2 EL fein gehackte glatte Petersilie
- 4 kleine Fladenbrote
Zubereitung
- Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier belegen.
- Die Kartoffeln gründlich waschen, grüne Stellen und Keime großzügig entfernen und die Kartoffeln in Spalten schneiden. Stark ergrünte Kartoffeln nicht verwenden. Möhren schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Beides mit 2 EL Olivenöl, 1 TL Baharat und 1/2 TL Salz mischen, auf dem Blech verteilen und 20 Minuten backen.
- Zucchini und Paprika waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die gegarten Kichererbsen aus der Dose in einem Sieb abspülen und gut abtropfen lassen. Alles mit dem restlichen Olivenöl und Baharat mischen.
- Zucchini, Paprika und Kichererbsen zu Kartoffeln und Möhren geben. Gut wenden und weitere 18 bis 20 Minuten rösten, bis das Gemüse vollständig gegart und an den Rändern gebräunt ist.
- Für den Dip die Zitrone heiß waschen und abtrocknen. Einen Teelöffel Schale fein abreiben und 2 EL Saft auspressen. Beides mit Joghurt, Minze und Petersilie verrühren, mit Salz abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.
- Die Fladenbrote in den letzten 5 Minuten im Backofen erwärmen. Das Ofengemüse mit Minz-Joghurt und warmem Fladenbrot servieren.
Hinweis zu Allergenen und Sicherheit: Naturjoghurt enthält Milch, herkömmliches Fladenbrot Gluten. Je nach Produkt kann Baharat weitere kennzeichnungspflichtige Zutaten enthalten; deshalb die Zutatenliste prüfen. Reste rasch abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und möglichst am Folgetag vollständig durcherhitzt verzehren. Den Joghurtdip durchgehend kühlen.
Serviervorschlag: Baharat zunächst sparsam dosieren und bei Tisch etwas von der Gewürzmischung zum Nachwürzen bereitstellen.
Rezept: food-monitor / KI
