Das pfeffrig-scharfe Bohnenkraut: nicht nur für Bohnen

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Das Bohnenkraut trägt seinen Namen nicht ohne Grund.

Buschbohnen, Bohnenkraut
Fotolia #108371489 © juefraphoto – Lizenznehmer: food-monitor

Es ist der klassische Begleiter für viele Bohnengerichte wie Gemüse, Salat oder Eintopf. Da das Küchenkraut schwere Speisen bekömmlicher machen kann, wird es auch gerne für andere Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen, für Kartoffeln und Kohl, fettere Fisch- und Fleischgerichte verwendet.

Als Teil der „Kräuter der Provence“ verleiht Bohnenkraut vielen Speisen einen Hauch von französischer Küche. Die frisch gehackten Blätter sind eine pikante Würze für Salatdressings, Risotto, Pasta, Pilzpfannen und mariniertes Gemüse. Wer experimentierfreudig ist, kann Biskuitteig und Zitronenkuchen mit dem Gewürz verfeinern.

Allerdings sollte Bohnenkraut vorsichtig dosiert werden, da es einen starken Eigengeschmack hat. In warmen Speisen kann man ganze Zweige mitgaren und vor dem Servieren wieder entfernen. Bohnenkraut harmoniert sehr gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Basilikum, Salbei und Rosmarin.

Das Bohnenkraut, auch Pfefferkraut genannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler und ist im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Es gibt verschiedene Arten, wobei für die Küche vor allem das Sommer- oder Gartenbohnenkraut genutzt wird. Es schmeckt etwas milder und süßlicher als das kräftig-herbe Winter- oder Bergbohnenkraut.

Sommerbohnenkraut wächst buschig und stark verzweigt bis zu einer Höhe von etwa 40 Zentimetern. Die einjährige Pflanze hat dunkelgrüne, lanzettförmige Blättchen und duftet wie eine Mischung aus Thymian, Minze und Majoran. Kurz vor oder während der Blüte ist das Kraut am aromatischsten.

Bohnenkraut ist appetitanregend, beruhigt den Magen und macht Speisen leichter verdaulich. Die Pflanze ist reich an Gerbstoffen, Flavonoiden, ätherischen Ölen und Terpenoiden wie Thymol und kann antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Im Handel ist Bohnenkraut frisch im Topf oder als Bundware, aber vor allem getrocknet in gerebelter Form, grob zerkleinert oder gemahlen erhältlich.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de



Rezept: Bohnen-Kartoffel-Pfanne mit Bohnenkraut

Bohnen-Kartoffel-Pfanne mit Tomaten und frischem Bohnenkraut
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g kleine festkochende Kartoffeln
  • 500 g grüne Bohnen
  • 250 g Kirschtomaten
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 Zweige frisches Bohnenkraut
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 Bio-Zitrone
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Kartoffeln gründlich waschen, je nach Größe halbieren und in Salzwasser 12 Minuten vorgaren. Abgießen und gut ausdampfen lassen.
  2. Bohnen waschen, Enden abschneiden und die Bohnen in kochendem Salzwasser mit vier ganzen Zweigen Bohnenkraut 8 bis 10 Minuten garen. Die Zweige entfernen, Bohnen abgießen und kalt abschrecken.
  3. Kirschtomaten waschen. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Von den übrigen Bohnenkrautzweigen die Blättchen abzupfen und fein schneiden.
  4. Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Kartoffeln darin bei mittlerer bis hoher Hitze 8 Minuten goldbraun braten und mehrmals wenden.
  5. Zwiebeln zufügen und 4 Minuten mitbraten. Bohnen, Tomaten und Knoblauch ergänzen und weitere 5 Minuten garen, bis die Tomaten leicht aufplatzen.
  6. Zitrone heiß abwaschen, 1 TL Schale abreiben und 2 EL Saft auspressen. Beides mit dem fein geschnittenen Bohnenkraut unter die Pfanne heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Serviervorschlag: Die Gemüsepfanne heiß als Hauptgericht oder als Beilage zu gebratenem Fisch servieren.

Rezept: food-monitor / KI