Die exotische Winterfrucht Cherimoya

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Cherimoya: cremige Winterfrucht mit nicht essbaren Samen

Aufgeschnittene Cherimoya mit weißem Fruchtfleisch und schwarzen Samen
Foto: Raghavendra Ch auf Pixabay

Das weiße bis cremefarbene Fruchtfleisch der Cherimoya ist weich, saftig und süß. Sein Aroma wird häufig mit Banane, Ananas, Vanille oder Zimt verglichen. Die Frucht schmeckt pur und eignet sich für Obstsalat, Creme, Eis oder Mixgetränke.

Cherimoya richtig essen

Die Frucht vor dem Anschneiden gründlich waschen, längs halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln. Sämtliche schwarzen Samen sorgfältig entfernen: Sie sind nicht essbar, dürfen weder gekaut noch zerkleinert werden und gehören nicht in Mixer oder Pürierstab. Auch die feste Schale wird nicht mitgegessen. Zitronen- oder Limettensaft bremst die Braunfärbung des angeschnittenen Fruchtfleischs.

Botanik und Herkunft

Die Cherimoya (Annona cherimola) gehört zur Familie der Annonengewächse (Annonaceae). Botanisch ist sie eine Sammelfrucht. Der Kew-Datenbank Plants of the World Online nennt Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Peru als natürliches Verbreitungsgebiet.

Cherimoya wird umgangssprachlich gelegentlich Zimt- oder Zuckerapfel genannt. Das kann jedoch verwirren: Der eigentliche Zimtapfel oder Süßapfel (Annona squamosa) ist eine andere Art. Auch Atemoya ist keine Cherimoya, sondern meist eine Kreuzung aus beiden Arten.

Reife erkennen und lagern

Beim Einkauf sind Früchte ohne Risse, Schimmel oder tief eingesunkene Druckstellen zu bevorzugen. Während der Reife wird die grüne Schale etwas heller und die Frucht gibt bei sanftem Druck leicht nach. Feste Cherimoyas können bei Raumtemperatur nachreifen. Reife Früchte sind sehr druckempfindlich und sollten bald gegessen werden. Sie reagieren empfindlich auf zu niedrige Temperaturen; angeschnittenes Fruchtfleisch gehört jedoch abgedeckt in den Kühlschrank und wird möglichst am selben Tag verbraucht.

In Deutschland wird Cherimoya vor allem in der kühleren Jahreshälfte angeboten. Weitere Küchenideen für exotische Früchte bieten „Papaya in der Küche“ und „Nashi-Birnen genießen“.

Cherimoya liefert unter anderem Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C. Die Gehalte hängen von Sorte und Reifegrad ab. Wegen ihres süßen Geschmacks passt sie besonders gut in Desserts, ohne dass daraus eine besondere Heilwirkung abgeleitet werden kann.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de / food-monitor



Rezept: Cherimoya-Creme im Glas

Cherimoya-Creme mit Quark, Joghurt und Haferkeksboden im Glas
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 3 reife Cherimoyas
  • 1 Bio-Limette
  • 250 g Speisequark
  • 200 g Naturjoghurt
  • 2 EL Honig
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 100 g Haferkekse
  • 30 g Butter
  • 1 Prise Zimt

Zubereitung

  1. Cherimoyas und Limette gründlich waschen. Die Cherimoyas halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Sämtliche schwarzen Samen sorgfältig und vollständig entfernen; Schalen und Samen entsorgen. Erst danach das Fruchtfleisch weiterverarbeiten.
  2. Etwa ein Viertel des Fruchtfleischs in kleine Würfel schneiden und kühl stellen. Von der Limette 1 TL Schale fein abreiben und 2 EL Saft auspressen. Das übrige, nochmals auf Samen kontrollierte Cherimoyafruchtfleisch mit dem Limettensaft fein pürieren.
  3. Quark, Joghurt, Honig und Vanille glatt rühren. Zwei Drittel des Cherimoyapürees locker unterziehen, sodass eine leicht marmorierte Creme entsteht.
  4. Die Haferkekse in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz fein zerdrücken. Die Butter schmelzen und mit den Keksbröseln sowie dem Zimt vermischen.
  5. Die Keksbrösel auf vier saubere Gläser verteilen und leicht andrücken. Die Cherimoya-Quark-Creme daraufgeben und das übrige Fruchtpüree darüber verteilen.
  6. Mit den Cherimoyawürfeln und der Limettenschale abschließen. Die Desserts abgedeckt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kühlen.

Serviervorschlag: Die Creme erst unmittelbar vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

Allergene: Enthält Milch. Je nach Produkt enthalten Haferkekse glutenhaltiges Getreide, insbesondere Weizen und Hafer; Zutatenliste beachten.

Lebensmittelsicherheit: Die Creme durchgehend bei höchstens 7 °C lagern und am Tag der Zubereitung verzehren. Reste nicht ungekühlt stehen lassen. Honig ist für Kinder unter zwölf Monaten nicht geeignet.

Rezept: food-monitor / KI