Erdmandeln schmecken mild-süß und nussig, sind botanisch aber weder Nüsse noch Mandeln. Die kleinen Knollen eignen sich für Gebäck, Cremes, Müsli und Pflanzendrinks.

Die Erdmandel hat in Afrika und im Mittelmeerraum eine lange Tradition als Nutzpflanze. Über die Iberische Halbinsel gelangte sie nach Spanien. Dort ist „Horchata de Chufa“, ein gekühltes Getränk aus eingeweichten und zerkleinerten Erdmandeln, besonders bekannt.
Eine Knolle statt einer Nuss
Die Erdmandel (Cyperus esculentus) gehört zu den Sauergrasgewächsen. Unterirdische Ausläufer bilden kleine braune Speicherknollen – die eigentlichen Erdmandeln. Die Bezeichnungen „Tigernuss“ und „Erdmandel“ beschreiben den Geschmack, nicht die botanische Verwandtschaft. Einen Überblick über echte Nüsse bietet Naturbelassene Nüsse im Vergleich: Der Test 2026.
Ganze getrocknete Knollen sind sehr hart und sollten vor dem Verzehr mehrere Stunden eingeweicht werden. Im Handel gibt es außerdem Flocken, Mehl, Cremes, Snacks und fertige Erdmandeldrinks. Die Pflanze ist wärmeliebend, bildet viele Ausläufer und kann sich im Garten stark ausbreiten. Ein ausreichend großer Kübel begrenzt das Wachstum.
Nährwerte schwanken je nach Produkt
Erdmandeln liefern vor allem Kohlenhydrate, Fett und Ballaststoffe; der Eiweißgehalt ist vergleichsweise niedrig. Die Werte unterscheiden sich deutlich zwischen ganzen Knollen, Mehl, Cremes und Getränken. Deshalb sind die Nährwertangaben auf der jeweiligen Packung aussagekräftiger als ein einzelner Durchschnittswert.
Erdmandeldrinks sind nicht automatisch mit Milch oder angereicherten Pflanzendrinks vergleichbar. Selbst gemachte Getränke enthalten in der Regel nur geringe Mengen Protein und keine zugesetzten Mengen Calcium, Jod oder Vitamine.
Cadmium: gesetzlicher Höchstgehalt
Erdmandeln können Cadmium aus dem Boden aufnehmen. Für im Handel angebotene Erdmandeln gilt in der Europäischen Union ein Höchstgehalt von 0,10 Milligramm Cadmium je Kilogramm Frischgewicht, bezogen auf die gewaschene essbare Knolle. Produkte aus regulärem Handel unterliegen der Lebensmittelüberwachung.
Hygiene bei selbst gemachtem Erdmandeldrink
Eingeweichte Knollen und der daraus gemixte Drink bieten Mikroorganismen gute Wachstumsbedingungen. Erdmandeln daher gründlich waschen, nur mit sauberem Trinkwasser und sauberen Geräten verarbeiten, während des Einweichens kühlen und den fertigen Drink möglichst erhitzen. Anschließend rasch abkühlen, durchgehend bei höchstens 7 Grad Celsius lagern und am Herstellungstag verbrauchen.
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Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026
Quellen: bzfe.de; eur-lex.europa.eu; bfr.bund.de / food-monitor
Rezept: Gekühlter Erdmandel-Zimt-Drink

Zutaten für 4 Portionen
- 200 g ganze getrocknete Erdmandeln
- Wasser zum Einweichen
- 800 ml kaltes Trinkwasser
- 2 EL Ahornsirup oder flüssiger Honig
- ½ TL gemahlener Ceylon-Zimt
- 1 kleine Prise Salz
Zubereitung
- Erdmandeln gründlich unter fließendem Wasser waschen. In einer sauberen Schüssel vollständig mit Wasser bedecken und 8 bis 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank einweichen.
- Einweichwasser wegschütten. Erdmandeln erneut gründlich abspülen und mit 800 ml frischem Trinkwasser etwa 2 Minuten sehr fein pürieren.
- Mischung durch einen sauberen Filterbeutel oder ein mit einem frisch gereinigten Passiertuch ausgelegtes Sieb geben und kräftig ausdrücken.
- Drink in einem sauberen Topf unter Rühren auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzen und diese Temperatur 2 Minuten halten. Ahornsirup oder Honig, Zimt und Salz einrühren.
- Rasch abkühlen, in eine saubere verschließbare Flasche füllen und sofort in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren kräftig schütteln.
Servier- und Sicherheitshinweis
Gut gekühlt servieren und am Herstellungstag verbrauchen. Durchgehend bei höchstens 7 Grad Celsius lagern. Honig ist für Kinder unter zwölf Monaten nicht geeignet. Erdmandeln sind kein Schalenfrucht-Allergen im Sinne der Kennzeichnung, individuelle Unverträglichkeiten sind dennoch möglich. Der Drink ersetzt bei Kindern keine vollwertige Milch oder entsprechend angereicherte Alternative.
Rezept: food-monitor / KI
