Barbarakraut: Blätter, Knospen und Blüten für die Küche

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Wer in diesen Tagen durch die Natur streift, kann das Barbarakraut entdecken.

Barbarakraut
Mathias Bigge / CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)

Am besten schmecken die jungen Blätter der Grundrosette. Sie haben ein würzig bis pfeffrig-scharfes Aroma, das mit Kresse vergleichbar ist. Das frische Grün kann für Salate, Pesto, Kräuterbutter und -quark verwendet werden.

In Gemüsebratlingen sorgen die Blätter für eine interessante Note. Probieren Sie das Barbarakraut in einem Wildkräuter-Smoothie – kombiniert mit Vogelmiere, Brennnessel und Labkraut.

Die Blätter schmecken auch, wenn man sie ähnlich wie Spinat dünstet. Das strenge Aroma lässt sich lindern, indem man das Wildgemüse zunächst für eine Minute in kochendem Wasser blanchiert. Anschließend in einer Pfanne Zwiebelwürfel und Knoblauch anbraten und klein gehacktes Barbarakraut kurz mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und als Beilage servieren. Im April sind die Knospen und frischen Blüten eine besondere Delikatesse. Gedünstet erinnert der Geschmack entfernt an Brokkoli.

Das gewöhnliche Barbarakraut (Barbarea vulgaris) ist ein recht anspruchsloser Vertreter der Familie der Kreuzblütengewächse. Wer das Wildkraut sammeln möchte, wird an Wegrändern, Äckern, Uferböschungen, Bachufern und auf Wiesen fündig. Es mag einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit nährstoffreichem, feuchtem Boden. Die meist zweijährige Pflanze hat einen aufrechten kahlen Stängel, der einen Meter hoch werden kann. Die dicken Blätter glänzen dunkelgrün. Erst im zweiten Jahr bilden sich von Mai bis Juli die kleinen, goldgelben Blüten, die in dichten Trauben am Stängelende sitzen.

Das Barbarakraut bereichert den Speiseplan im Frühling, kann aber das ganze Jahr über genutzt werden. Die „Winterkresse“ liefert selbst bei Schnee vitaminreiche Triebe, auch rund um den Tag der Heiligen Barbara am 4. Dezember. So kam das Kraut vermutlich zu seinem Namen. Nur während der Blütezeit sollten die Blätter nicht gesammelt werden, da sie einen bitteren Geschmack annehmen.

Das Barbarakraut kann mit Inhaltsstoffen wie Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen wie Senfölglykoside, Flavonoide und Saponine punkten. Auch in der Naturheilkunde hat das Kraut seinen Platz. Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts wird es gerne als Tee aufgebrüht, um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen vorzubeugen. Die enthaltenen Bitterstoffe regen Appetit, Stoffwechsel und Verdauung an.

Quelle: Heike Kreutz, BZfE



Rezept: Kartoffel-Barbarakraut-Bratlinge mit Zitronenquark

Goldbraune Kartoffel-Barbarakraut-Bratlinge mit Zitronenquark
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 600 g mehligkochende Kartoffeln
  • 80 g junge Barbarakrautblätter
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Ei (Größe M)
  • 50 g zarte Haferflocken
  • 3 EL Rapsöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 250 g Quark (20 Prozent Fett)
  • 3 EL Milch
  • 1 Bio-Zitrone

Zubereitung

  1. Nur sicher bestimmtes, junges Barbarakraut außerhalb der bitteren Blütezeit verwenden. Die Blätter sorgfältig verlesen und gründlich waschen.
  2. Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 18 bis 20 Minuten weich kochen. Abgießen, 5 Minuten ausdampfen lassen und fein zerstampfen.
  3. Das Barbarakraut 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken, sehr gut ausdrücken und fein hacken. Die Zwiebel fein würfeln und in 1 EL Rapsöl 3 Minuten glasig dünsten. Das Barbarakraut kurz mitdünsten.
  4. Kartoffeln, Barbarakraut-Zwiebel-Mischung, Ei und Haferflocken vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und 10 Minuten quellen lassen. Aus der Masse acht flache Bratlinge formen.
  5. Das restliche Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Bratlinge bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4 bis 5 Minuten goldbraun braten.
  6. Für den Dip die Zitrone heiß waschen. Einen Teelöffel Schale fein abreiben und 1 EL Saft auspressen. Quark, Milch, Zitronenschale und -saft verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Serviervorschlag: Die Bratlinge heiß mit Zitronenquark und einem einfachen Blattsalat servieren.

Rezept: food-monitor / KI