Junge Blätter des Gewöhnlichen Barbarakrauts schmecken kresseartig und pfeffrig. Auch Knospen und Blüten lassen sich in kleinen Mengen in der Küche verwenden.

Das Gewöhnliche Barbarakraut (Barbarea vulgaris) gehört zu den Kreuzblütlern und wird auch Winterkresse genannt. Es wächst häufig auf nährstoffreichen, eher feuchten Böden, zum Beispiel an Ufern, auf Wiesen und an Wegrändern. Die meist zweijährige Pflanze bildet zunächst eine bodennahe Blattrosette. Im zweiten Jahr wächst ein aufrechter Stängel mit goldgelben Blüten.
Geschmack und Verwendung
Am mildesten schmecken junge Blätter vor der Blüte. Sie passen fein gehackt zu Salat, Kräuterquark, Kräuterbutter, Pesto oder Kartoffelgerichten. Ältere Blätter werden kräftiger und können bitter werden. Kurzes Blanchieren mildert die Schärfe und Bitterkeit.
Knospen und junge Blütenstände lassen sich kurz dünsten; ihr Geschmack erinnert entfernt an Brokkoli. Offene Blüten eignen sich in kleinen Mengen als essbare Dekoration. Weitere Anregungen zu Wildpflanzen bietet Wildkräuter in der Küche: Der herbe Löwenzahn.
Nur sicher bestimmte Pflanzen sammeln
Wildkräuter nur sammeln und essen, wenn die Art zweifelsfrei bestimmt ist. Im Zweifel helfen eine fachkundige Kräuterführung oder botanische Beratungsangebote. Nicht an stark befahrenen Straßen, gespritzten Feldrändern, Hundewiesen oder anderen belasteten Standorten ernten. Die Pflanzenteile sorgfältig verlesen und gründlich waschen.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen wild lebende Pflanzen an frei zugänglichen Stellen in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnommen werden. Betretungsverbote, besondere Schutzbestimmungen, Eigentumsrechte und regionale Regeln bleiben unberührt. Pflanzen nicht samt Wurzel ausreißen und immer genug für Bestand und Tierwelt stehen lassen.
Keine Heilwirkung versprechen
Barbarakraut enthält wie andere Kreuzblütler Senfölglykoside. Daraus lässt sich jedoch keine belegte vorbeugende oder therapeutische Wirkung gegen Erkältungen ableiten. Wildkräutertee ersetzt bei Beschwerden keine medizinische Abklärung. Hinweise zur Lagerung und Verarbeitung frischer Kräuter stehen in Kleine Kräuterkunde: Frischetipps zur Saison.
Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026
Quellen: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Bundesministerium der Justiz – Gesetze im Internet / food-monitor
Rezept: Kartoffel-Barbarakraut-Bratlinge mit Zitronenquark

Zutaten für 4 Portionen
- 600 g mehligkochende Kartoffeln
- 60–80 g junge, sicher bestimmte Barbarakrautblätter
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Ei (Größe M)
- 50 g zarte Haferflocken
- 3 EL Rapsöl
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 250 g Quark (20 Prozent Fett)
- 3 EL Milch
- 1 unbehandelte Zitrone
Zubereitung
- Nur zweifelsfrei bestimmtes Barbarakraut von einem unbelasteten Standort verwenden. Blätter sorgfältig verlesen und gründlich unter fließendem Wasser waschen.
- Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 18 bis 20 Minuten vollständig garen. Abgießen, 5 Minuten ausdampfen lassen und fein zerstampfen.
- Barbarakraut 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren, abgießen, kalt abschrecken, gut ausdrücken und fein hacken. Zwiebel würfeln, in 1 EL Rapsöl glasig dünsten und das Kraut kurz mitdünsten.
- Kartoffeln, Barbarakraut-Zwiebel-Mischung, Ei und Haferflocken vermengen. Würzen, 10 Minuten quellen lassen und acht flache Bratlinge formen.
- Restliches Öl erhitzen. Bratlinge bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4 bis 5 Minuten goldbraun braten, bis sie auch im Inneren vollständig erhitzt sind.
- Zitrone gründlich waschen. 1 TL Schale fein abreiben und 1 EL Saft auspressen. Quark, Milch, Zitronenschale und -saft verrühren und abschmecken.
Servier- und Sicherheitshinweis
Die Bratlinge heiß mit Zitronenquark und Blattsalat servieren. Ei, Milch und Quark sind Allergene; Hafer kann Gluten enthalten. Packungsangaben bei Allergien oder Zöliakie beachten. Speisereste rasch kühlen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Rezept: food-monitor / KI
