Kohlröschen, klein und fein

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Kohlröschen sind eine relativ junge Neuzüchtung: eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl.

Kohlröschen
Foto: Josef Schlaghecken, Hortipendium

Beide gehören zur selben Gattung Gemüsekohl (Brassica). Der englische Name Kalettes ist eine verniedlichende Bezeichnung für Grünkohl, engl. Kale. Ein weiterer Name für Kohlröschen, den man in der Rezept-Literatur antreffen kann, ist Flower Sprouts („Blumen Sprossen“), was sich auf das englische Wort für Rosenkohl (Brussels Sprouts) bezieht. Wie alle Wintergemüse haben die Kohlröschen von November bis März Saison. Man wird diese Neuzüchtung gewiss nicht in jedem Supermarkt bekommen, eher beim gut sortierten Gemüsehändler, in Hofläden und Biomärkten.

Die etwa fünf Zentimeter großen Köpfe haben locker angeordnete, gekräuselte, grün bis lilafarbige Blätter. Beim Kauf sollten die Röschen keine gelben Blätter haben und der Strunk eine frische Schnittstelle aufweisen. Kohlröschen haben nicht die bittere Note des Rosenkohls, aber den leicht nussigen Geschmack des Grünkohls.

Die Küchenvorbereitung ist denkbar minimal: kurzes Waschen reicht völlig aus, in der Salatschleuder oder mit Küchenkrepp abtrocknen. Der zarte Strunk kann mitgegessen werden; zwei bis fünf Minuten Garzeit sind ausreichend. Werden die Röschen nur blanchiert, bleibt das Gemüse knackig und die Farbe bleibt erhalten. Als Salat, zum Beispiel mit Walnüssen, für asiatische Wok-Gerichte, zu veganem Eintopf oder auch zu Deftigem, wie in traditionellen Grünkohl-Gerichten, Smoothies oder Auflauf – alle Rezepte für die „Elternpflanzen“, eignen sich auch für Kohlröschen.

In puncto Nährstoffgehalt sind die Werte ähnlich wie bei Rosenkohl und Grünkohl, das heißt reich an Carotinoiden, B-Vitaminen, Vitamin C, Folsäure und Ballaststoffen. Mit etwa 40 Kilokalorien pro 100 Gramm ist das Gemüse ebenso energiearm.

Ob Kohlröschen das Zeug zum Trendgemüse haben? Zunächst dürfte der relativ hohe Preis dem entgegenstehen. Aber der insgesamt milde, aromatische Geschmack findet vielleicht auch bei Menschen Anklang, die Kohl sonst nicht so gerne mögen.

Quelle: Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

 

Kohlröschen, Kalettes oder Flower Sprouts Chips – Das neue Superfood! – Gemüsechips – Snack – Rezept

Kohlröschen, Flower Sprouts oder auch Kalettes genannt sind das neue Superfood auf dem Gemüsemarkt! Das neue Trendfood stammt aus England und ist eine Mischung aus Rosenkohl und Grünkohl (Kale). Flower Sprouts schmecken nussig und mild süsslich. Als Snack, Gemüsebeilage, Dekoration, etc. — einfach mal ausprobieren



Rezept: Warmer Kohlröschen-Salat mit Birne und Walnüssen

Warmer Salat aus Kohlröschen, Kartoffeln, Birne und Walnüssen
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g kleine festkochende Kartoffeln
  • 400 g Kohlröschen (Kalettes)
  • 2 feste Birnen
  • 60 g Walnusskerne
  • 4 EL Rapsöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL körniger Senf
  • 1 TL flüssiger Honig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Kartoffeln gründlich waschen, in etwa 2 cm große Würfel schneiden und mit 1 EL Rapsöl sowie etwas Salz mischen. Auf einem mit Backpapier belegten Blech 25 bis 30 Minuten goldbraun backen.
  2. Kohlröschen waschen, trocken schleudern und größere Exemplare halbieren. Birnen vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Walnüsse grob hacken.
  3. Walnüsse in einer großen Pfanne ohne Fett 3 Minuten rösten und herausnehmen. 1 EL Rapsöl in der Pfanne erhitzen und die Kohlröschen bei mittlerer bis hoher Hitze 4 bis 5 Minuten braten. Birnenspalten zugeben und weitere 2 Minuten braten.
  4. Für das Dressing das restliche Rapsöl mit Apfelessig, Senf und Honig verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Kartoffeln, Kohlröschen und Birnen in einer Schüssel vorsichtig mit dem Dressing mischen. Mit den gerösteten Walnüssen bestreuen und warm servieren.

Serviervorschlag: Der Salat eignet sich als sättigendes Hauptgericht oder als warme Beilage.

Rezept: food-monitor / KI