Pomelo – die bittersüße Frucht

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Pomelo: große Zitrusfrucht mit mild-herbem Aroma

Pomelo mit dicker Schale und hellem Fruchtfleisch

Die Bezeichnung Pomelo wird im Handel für sehr große Zitrusfrüchte aus dem Verwandtschaftskreis der Pampelmuse verwendet. Die häufig angebotene Honig-Pomelo zählt botanisch zu den Pampelmusen, enthält aber auch Erbanteile der Grapefruit. Sie ist meist milder und süßer als eine klassische Pampelmuse.

Typisch sind die dicke gelbgrüne Schale, eine kräftige weiße Innenschicht und große Fruchtsegmente. Das Fruchtfleisch kann hellgelb bis rosafarben sein und schmeckt je nach Sorte süß-säuerlich bis leicht bitter. Die große Frucht besteht zu einem beträchtlichen Teil aus Schale und Trennhäuten.

Inhaltsstoffe und Arzneimittel-Wechselwirkungen

Pomelos liefern Wasser, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Genaue Nährwerte variieren nach Sorte und Reife; pauschale Heilversprechen sind nicht gerechtfertigt.

Wie Grapefruits und Pampelmusen können Pomelos die Wirkung bestimmter Arzneimittel verändern. Das betrifft nicht jedes Medikament, kann im Einzelfall aber relevant sein. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte den Verzehr vorab ärztlich oder in der Apotheke abklären und ein verordnetes Mittel nicht eigenmächtig absetzen. Darauf weist auch das Bundeszentrum für Ernährung hin.

Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf sollte die Pomelo für ihre Größe schwer wirken und eine feste, unbeschädigte Schale haben. Leichte Farbunterschiede sind sortenbedingt und kein verlässlicher Reifehinweis. Ganze Früchte halten sich kühl, trocken und vor Sonne geschützt mehrere Tage bis Wochen; maßgeblich sind Zustand und Lagertemperatur.

Ausgelöstes Fruchtfleisch gehört abgedeckt in den Kühlschrank und sollte zeitnah gegessen werden. Die Segmente nicht in Wasser lagern, denn das verwässert das Aroma und verbessert die Lebensmittelsicherheit nicht.

Pomelo schälen und verwenden

  1. Die Frucht waschen und oben sowie unten eine flache Kappe abschneiden.
  2. Die dicke Schale mehrmals längs einschneiden und mit den Fingern ablösen.
  3. Die Frucht teilen, Segmente herauslösen und die zähen Trennhäute entfernen.

Pomelo schmeckt pur, im Obstsalat, zu Joghurt oder Hüttenkäse und in herzhaften Salaten. Sie passt außerdem zu Fenchel, Avocado, Nüssen und mildem Käse. Weitere botanische Unterschiede erklärt der Beitrag „Unterschied zwischen Pampelmuse, Grapefruit oder Pomelo“. Eine weitere aromatische Zitrusfrucht stellt „Was ist Yuzu?“ vor.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Nestlé Ernährungsstudio, www.ernaehrungsstudio.de; Bundeszentrum für Ernährung, www.bzfe.de / food-monitor



Rezept: Pomelo-Fenchel-Salat mit Hüttenkäse und Walnüssen

Pomelo-Fenchel-Salat mit Rucola, Hüttenkäse und Walnüssen
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Pomelo (etwa 500 g ausgelöstes Fruchtfleisch)
  • 2 Fenchelknollen (etwa 500 g)
  • 100 g Rucola
  • 300 g Hüttenkäse aus pasteurisierter Milch
  • 60 g Walnusskerne
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 TL flüssiger Honig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Pomelo unter fließendem Wasser waschen. Obere und untere Kappe abschneiden, die dicke Schale mehrfach längs einschneiden und ablösen. Die Frucht teilen und das Fruchtfleisch vollständig aus den festen Trennhäuten lösen.
  2. Die Fenchelknollen putzen und das zarte Fenchelgrün beiseitelegen. Den Strunk entfernen und den Fenchel in sehr dünne Scheiben hobeln. Den Rucola gründlich waschen und trocken schleudern.
  3. Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 Minuten rösten, abkühlen lassen und grob hacken.
  4. Rapsöl, Zitronensaft und Honig zu einem Dressing verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Pomelo, Fenchel und Rucola vorsichtig mit dem Dressing vermengen und auf vier Teller verteilen. Den bis dahin gekühlten Hüttenkäse daraufsetzen.
  6. Mit Walnüssen und fein gehacktem Fenchelgrün bestreuen.

Serviervorschlag: Den Salat unmittelbar nach dem Anrichten servieren, damit der Rucola knackig bleibt.

Allergene: Enthält Milch (Hüttenkäse) und Walnüsse.

Lebensmittelsicherheit: Hüttenkäse bis zum Anrichten kühlen. Den Salat frisch servieren; Reste abgedeckt bei höchstens 7 °C aufbewahren und innerhalb eines Tages verbrauchen. Wer Medikamente einnimmt, bei denen Grapefruit, Pampelmuse oder Pomelo laut Packungsbeilage zu meiden sind, sollte auch dieses Gericht erst nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke essen. Honig ist für Kinder unter zwölf Monaten nicht geeignet.

Rezept: food-monitor / KI