Lachsforelle: keine eigene Fischart und keine Kreuzung mit Lachs

„Lachsforelle“ ist eine Verkaufsbezeichnung für große Forellen mit rötlichem Fleisch. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung werden so Regenbogenforellen oder andere Forellenarten mit mehr als 1,5 Kilogramm Gewicht und roter Fleischfarbe bezeichnet. Eine eigene Art oder eine Kreuzung aus Lachs und Forelle ist die Lachsforelle nicht.
Woher kommt die rötliche Farbe?
Bei Zuchtforellen entsteht die Farbe durch Carotinoide im Futter, meist Astaxanthin. Auch Lachse lagern diesen natürlichen Farbstoff im Muskelfleisch ein. In freier Wildbahn nehmen Fische Carotinoide über Krebstiere und andere Nahrung auf. In Aquakultur wird der Stoff dem Futter in kontrollierter Menge zugesetzt.
Die Fleischfarbe ist deshalb kein Beweis für eine bestimmte Art, einen höheren Nährwert oder bessere Haltungsbedingungen. Sie sagt auch nicht aus, dass das Fleisch „Lachs enthält“.
Fettgehalt und Geschmack sind nicht einheitlich
Lachsforellen stammen meist aus Aquakultur und sind häufig Regenbogenforellen. Ihr Fettgehalt kann durch Art, Größe, Fütterung, Haltung und Verarbeitung schwanken. Die pauschale Aussage, jede Lachsforelle sei fettreicher als jede gewöhnliche Forelle, aber fettärmer als jeder Lachs, ist daher nur eine grobe Orientierung.
Beim Einkauf auf die genaue Kennzeichnung achten
Bei frischem oder tiefgekühltem Fisch sollten neben der Handelsbezeichnung auch die Fischart, die Produktionsmethode – Wildfang oder Aquakultur – und das Herkunfts- beziehungsweise Fanggebiet erkennbar sein. Das LAVES betont, dass eine korrekte Artenkennzeichnung vor Täuschung schützt und für Nachhaltigkeitsbewertungen wichtig ist.
Bei Aquakulturprodukten zusätzlich nach Herkunft, Haltungsform und nachvollziehbaren Zertifizierungen fragen. Eine allgemeine Einordnung bietet der Beitrag über nachhaltigeren Fischeinkauf.
Verwendung und Lagerung
Ganze Lachsforellen und Filets eignen sich zum Braten, Dünsten, Grillen oder Backen. Frischen Fisch kühl transportieren, im kältesten Kühlschrankbereich lagern und möglichst am Einkaufstag, spätestens innerhalb von ein bis zwei Tagen, vollständig garen. Tiefgekühlte Ware im Kühlschrank auftauen.
Geräucherte Lachsforelle ist ein verzehrfertiges, leicht verderbliches Fischerzeugnis. Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen sollten kaltgeräucherten Fisch wegen des Listerienrisikos meiden oder vollständig durcherhitzen. Mehr dazu erklärt der Beitrag über Räucherlachs und Graved Lachs.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quelle: Verbraucherzentrale Bayern; Bundeszentrum für Ernährung; LAVES / food-monitor
Rezept: Lachsforelle mit Senf-Dill-Kruste und Ofenkartoffeln

Zutaten für 4 Portionen
- 4 Lachsforellenfilets mit Haut, je etwa 150 g
- 800 g kleine festkochende Kartoffeln
- 3 EL mittelscharfer Senf
- 20 g frischer Dill
- 1 unbehandelte Zitrone
- 2 EL Rapsöl
- 1 TL Salz
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze oder 200 Grad Umluft vorheizen. Kartoffeln gründlich waschen, halbieren und mit Rapsöl, 1/2 TL Salz und Pfeffer vermengen. Mit der Schnittfläche nach unten auf einem Backblech 25 Minuten vorgaren.
- Die gekühlten Lachsforellenfilets auf Gräten prüfen, mit Küchenpapier trocken tupfen und bis zur Verwendung wieder kalt stellen.
- Dill kurz waschen, trocken tupfen und fein schneiden. Die Zitrone heiß waschen, 1 TL Schale abreiben und vier Spalten abschneiden. Dill und Zitronenschale mit dem Senf verrühren.
- Die Kartoffeln wenden und an eine Seite des Blechs schieben. Die Fischfilets mit der Hautseite nach unten auf das Blech legen, mit dem restlichen Salz würzen und die Senf-Dill-Mischung gleichmäßig auf der Oberseite verteilen.
- Fisch und Kartoffeln weitere 12 bis 15 Minuten backen. Der Fisch ist gar, wenn das Fleisch vollständig undurchsichtig ist und im dicksten Teil mindestens 63 Grad Kerntemperatur erreicht.
- Die Lachsforellenfilets 2 Minuten ruhen lassen und mit den Ofenkartoffeln und Zitronenspalten anrichten.
Serviervorschlag: Unmittelbar nach dem Garen heiß servieren. Frischen Fisch bis zur Zubereitung durchgehend kühlen und innerhalb von ein bis zwei Tagen verbrauchen.
Rezept: food-monitor / KI
