Der HDE stellte beim Sustainability & Retail Summit 2026 Investitionen des Handels in Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung heraus. Zugleich warnte der Verband vor zu hoher Regulierung.
Als Beispiele nannte der Handelsverband Deutschland (HDE) das vor 20 Jahren gegründete Deutsche Pfandsystem und wachsende Second-Hand-Angebote. Nach Verbandsangaben entfällt im Onlinehandel inzwischen jeder zehnte Euro auf gebrauchte Produkte. Das ist eine HDE-Kennzahl für den Onlinehandel und nicht mit dem Anteil im gesamten Einzelhandel gleichzusetzen.
Verbandsposition und überprüfbare Rechtslage trennen
Der HDE bezeichnet den Handel als Treiber der nachhaltigen Transformation und fordert zugleich verlässliche, praxisnahe Regeln. Diese Selbsteinschätzung und die Kritik an Bürokratie sind Positionen des Branchenverbandes. Ob einzelne Maßnahmen ökologisch wirksam sind, hängt unter anderem von vermiedenen Neuprodukten, Transport, Lebensdauer, Mehrfachnutzung und Recyclingqualität ab.
Im Mittelpunkt der damaligen Kritik stand die europäische Verpackungsverordnung (PPWR). Der HDE unterstützte ihre Ziele, verlangte aber mehr Zeit für die Umsetzung.
PPWR gilt seit 12. August 2026
Die Verordnung (EU) 2025/40 trat am 11. Februar 2025 in Kraft und gilt grundsätzlich seit 12. August 2026 unmittelbar in den EU-Mitgliedstaaten. Viele einzelne Pflichten und Zielwerte greifen allerdings erst zu späteren Terminen. Die Europäische Kommission veröffentlichte 2026 Leitlinien und Antworten auf praktische Umsetzungsfragen.
Damit ist die im Juni erhobene Forderung nach einer allgemeinen Verschiebung historisch einzuordnen: Der allgemeine Anwendungsbeginn blieb beim 12. August 2026.
Weitere Entwicklungen des Handels bündelt Lebensmittelmarkt in Deutschland: die Trends. Wie der HDE die Zahl der Geschäfte einschätzt, zeigt HDE-Prognose 2026: 4.900 Einzelhandelsgeschäfte weniger.
Aktualisiert am 15. August 2026
Quellen: Handelsverband Deutschland (HDE); Europäische Kommission / food-monitor / KI
